Weniger Einkäufer an mehr Tagen: Bald Sonntagskauf in Thüringen?

Erfurt.  Die Lockerung des Ladenöffnungsgesetzes soll den Betrieb in den Supermärkten entzerren. Wird es in Thüringen nun also Sonntagseinkäufe geben? So sieht es in Erfurt, Jena und Weimar aus.

Supermarkt-Mitarbeiter sind trotz Corona weiterhin im Kontakt mit vielen Kunden. Der Andrang am Laufband ist groß und das Risiko der Übertragung vergleichsweise hoch. Um ihre Mitarbeiter zu schützen, greifen die Märkte zu den unterschiedlichsten Maßnahmen. - Im Bild: Aus Plastikfolie wurden Schutzeinrichtungen für die Kassiererplätze gebastelt.

Supermarkt-Mitarbeiter sind trotz Corona weiterhin im Kontakt mit vielen Kunden. Der Andrang am Laufband ist groß und das Risiko der Übertragung vergleichsweise hoch. Um ihre Mitarbeiter zu schützen, greifen die Märkte zu den unterschiedlichsten Maßnahmen. - Im Bild: Aus Plastikfolie wurden Schutzeinrichtungen für die Kassiererplätze gebastelt.

Foto: Frank Molter/dpa

In Erfurt wird es keine Sonntagsöffnung geben. Laut Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) wird die Stadt am Samstag eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die bisherige Regeln präzisiert und die Erfurter Verfügung an landesweite Regeln anpasst. Dazu gehört auch die Nicht-Öffnung am Sonntag. Die Verordnung wird Samstag veröffentlicht und tritt demnach Sonntag 0 Uhr in Kraft. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog

Zuvor war bekannt, dass laut der am Donnerstag veröffentlichten Allgemeinverfügung Geschäften mit existenziellem Bedarf an Sonntagen zwischen 8 und 18 Uhr öffnen dürften. Allerdings sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) ebenfalls am Donnerstag, dass weitere Änderungen möglich seien mit dem Ziel, die Regelungen landesweit zu vereinheitlichen. Darunter sei auch die Sonntagsöffnung, die am Donnerstag noch diskutiert wurde.

In Jena wohl keine Sonntagsöffnung

Die Stadt Jena sieht aktuell keine Veranlassung, ihre Allgemeinverfügung vom 18. März zu verändern: Damit gestattet sie weiterhin ein Sonntagsverkauf zwischen 8 und 18 Uhr. Danach dürfen Supermärkte, Bäckereien, Fleischereien, Getränkemärkte, Drogerien und andere mehr öffnen.

In Jena konnte allerdings kein Geschäft ausfindig gemacht werden, das am Sonntag öffnet (außer Tankstellen und eventuell Bäcker.) Die Goethegalerie, Jenas größtes Einkaufscenter, wo theoretisch ein Supermarkt und eine Drogerie öffnen könnten, sieht dafür im Moment (Stand Freitagnachmittag) auch keinen Bedarf. Und es sei nicht zuletzt ein personelles Problem, da Mitarbeiter in der aktuellen Situation ohnehin bereits stark gefordert seien, sagte Centermanager Michael Holz.

In Weimar ist der Sonntagsverkauf für die Branchen nach Liste möglich: „Ist zur Versorgung der Bevölkerung mit existenziellen Gütern eine Öffnung gestattet, (… so ist) ein Sonntagsverkauf in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr für diese Bereiche möglich. So sieht es die Verwaltungsgerichtsordnung der Stadt vor.

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