Zwei Cent mehr pro Minute gefordert: Angestellte von Erfurt und Gera streiken

Haldensleben  Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel in Sachsen-Anhalt und Thüringen haben ihre Arbeit niedergelegt. Auch bei Kaufland in Gera und bei Ikea in Erfurt kam es laut Verdi zu Ausständen.

Im Einzel- und Versandhandel geht der Tarifstreit auch in Thüringen weiter. Seit dem Morgen streiken die Mitarbeiter bei Ikea in Erfurt und Kaufland in Gera. Foto: Peter Michaelis

Im Einzel- und Versandhandel geht der Tarifstreit auch in Thüringen weiter. Seit dem Morgen streiken die Mitarbeiter bei Ikea in Erfurt und Kaufland in Gera. Foto: Peter Michaelis

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Am späten Mittwochabend gingen zunächst rund 50 Mitarbeiter des Hermes-Versandzentrums in Haldensleben bei Magdeburg in den Ausstand, wie Torsten Furgol von der Gewerkschaft Verdi am Donnerstagmorgen sagte. Weitere 200 Mitarbeiter aus der Frühschicht schlossen sich dem Streik an. Im Laufe des Tages sollen bis zu 700 Angestellte ihre Arbeit niederlegen. Auch bei Kaufland in Gera und bei Ikea in Erfurt kam es laut Verdi zu Ausständen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer für den Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verhandeln derzeit über neue Tarife. Die Arbeitgeber boten in einer zweiten Verhandlungsrunde auf zwei Jahre verteilt eine Anhebung um 1,7 Prozent sowie 1,2 Prozent an. Zudem wollen sie das Urlaubsgeld erhöhen, das auch in einen Beitrag zur Altersvorsorge umgewandelt werden kann. In der ersten Runde hatten sie Lohnsteigerungen von 1,5 sowie 1,0 Prozent angeboten. Verdi fordert für die 256.000 Beschäftigten des Einzel- und Versandhandels in den drei Ländern zwei Cent mehr pro Minute. Das bedeutet im Schnitt ein Plus von 7,6 Prozent. Die Verhandlungen sollen am 10. Juli fortgesetzt werden.

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