Schalke gewinnt Oldieturnier in Gera

Das Geraer Fußball-Oldie-Turnier hat einen neuen Sieger. Zur 14. Auflage besiegte gestern Abend vor 1200 Zuschauern in der Panndorfhalle Schalke 04 die Geraer Stadtauswahl mit 3:1. Sensationell war aber der Finaleinzug der Lokalmatadore.

Der Geraer Thomas Hopfe (gelb) verteidigt bissig gegen den früheren Bundesliga-Torschützenkönig Martin Max. Foto: Tino Zippel

Der Geraer Thomas Hopfe (gelb) verteidigt bissig gegen den früheren Bundesliga-Torschützenkönig Martin Max. Foto: Tino Zippel

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Zur Eröffnung hatte Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm nur müde gelächelt, als sich Gerd Lösche, der Vorsitzende des Fördervereins Kinder- und Jugendfußball des 1. FC Gera 03, den Turnierveranstalter als Finalisten gewünscht hatte.

Dabei waren andere die Favoriten. Der FC Carl Zeiss zum Beispiel. Doch mit dem ersten Hattrick für drei Turniersiege in Folge wurde es nichts. Jena unterlag in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Halbfinale der Geraer Stadtauswahl mit 3:4. Marco Weißhaupt, der Spieler-Trainer des 1. FC Gera 03, hatte in der letzten Minute für die Entscheidung gesorgt.

"Natürlich ärgere ich mich", sagte Jenas Teamchef Uli Göhr. "Für die Stimmung in der Halle war es aber gut. Die Geraer haben nie aufgesteckt und sind mit Glück, das man in der Halle braucht, belohnt worden." Im Spiel um Platz drei gegen Borussia Dortmund hatten die Jena mehr Glück und gewannen nach 9-m-Schießen mit 6:5 (3:3).

Zum Auftakt des fünfstündigen Hallenspektakels hatten sich Rekordsieger Borussia Dortmund (vier Turniersiege) und die Oldies des FC Carl Zeiss Jena gegenüber gestanden. Für beide Teams stand viel auf dem Spiel. Die Thüringer hatten den Pokal-Hattrick im Visier, die Westfalen wollten alleiniger Rekordhalter bleiben. Jenas mitspielender Teammanager Göhr monierte bei der Turnierleitung vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Peter Weise sogar die nur schwer auseinander zu haltenden Trikots (Gelb-Blau/Gelb-Schwarz) beider Teams. Doch Überzieher in passender Farbe waren nicht parat. Die Göhr-Truppe ließ sich davon nicht beeinflussen und schickte die Borussen mit einer 1:4-Niederlage vom Feld.

Henning Bürger und Miroslav Jovic trugen sich dabei mit je zwei Treffern in die Torschützenliste ein. Gegen den Schuss von Jens Kurrat unter die Latte war Jenas Keeper Hendryk Lihsa machtlos. Weniger erfolgreich war danach Erzgebirge Aue. Die Veilchen aus dem Erzgebirge verloren gegen die tschechischen Oldie-Kicker aus Prag mit 0:2. Auch im Vergleich mit Jena musste Aue die Überlegenheit der Thüringer anerkennen. Doch der 3:1-Erfolg der Zeiss-Routiniers fiel offenbar schwerer als der gegen Dortmund. Den 0:1-Rückstand durch Ronny Jank konnte Martin-Georg Leopold zwar ausgleichen, aber die Auer blieben am Drücker. Zeiss-Keeper Lihsa musste mehrfach sein Können aufbieten. Als in der Schlussphase Stefan Treitl nach Vorlage von Henning Bürger und Mike Sadlo trafen, war die Partie entschieden. Mit einem 3:2 nach 3:0-Führung über Tschechiens Oldies machte Jena alles klar und zog als Gruppenerster ins Halbfinale ein.

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