Adua bekommt Corona-Hilfe aus Gotha

Gotha.  Der Freundeskreis Gothadua unterstützt die äthiopische Partnerstadt mit einer Corona-Soforthilfe. 10.373 Euro hat die Bevölkerung gespendet.

Ein Spendenaufkommen von 10.373 Euro hat der Freundeskreis Gothadua – hier Peter Leisner und Kerstin Götze-Eismann – als Corona-Soforthilfe für die Menschen der Gothaer Partnerstadt Adua in Äthiopien gesammelt.

Ein Spendenaufkommen von 10.373 Euro hat der Freundeskreis Gothadua – hier Peter Leisner und Kerstin Götze-Eismann – als Corona-Soforthilfe für die Menschen der Gothaer Partnerstadt Adua in Äthiopien gesammelt.

Foto: Conny Möller

Hungersnot, Heuschreckenplage und Corona – darunter hat derzeit die Bevölkerung der äthiopischen Stadt Adua, der Partnerstadt von Gotha, zu leiden. Aus diesem Grund riefen die Mitglieder des Freundeskreises Gothadua im Frühjahr zu einer Spendenaktion auf. Am Mittwoch konnten sie das Ergebnis der Öffentlichkeit mitteilen: 10.373 Euro sind an Spendenmitteln zusammen gekommen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenfreien Corona-Liveblog.

Im Mai dieses Jahres, mitten in der Corona-Zeit, erreichte den Freundeskreis ein Hilferuf aus Adua. „Wir haben sofort einen Spendenaufruf gestartet“, erzählt Kerstin Götze-Eismann, stellvertretende Vereinsvorsitzende von Gothaadua. Zunächst gab es eine 2500-Euro-Soforthilfe plus jeweils 100 Euro, die die Vorstandsmitglieder zusätzlich bereitstellten.

„Die Situation in Äthiopien ist schwierig“, erzählt Vereinschef Peter Leisner, der schon mehrfach in Adua weilte. Die äthiopische Bevölkerung hatte unter einem Lockdown zu leiden. Schulen und Geschäfte waren geschlossen. Da es kein Sozialsystem wie in Deutschland gibt, herrscht insbesondere unter Armen große Not.

Teil der Spende für Waisenhaus in Adua

Masken, Desinfektionsmittel und Hygieneartikel, aber auch Lebensmittel sind Mangelware. Deshalb wird Geld dringend benötigt. „Mit dem Geld sollen diese Dinge vor Ort an die Menschen verteilt werden, die von der Krise hart getroffen wurden, als das öffentliche und wirtschaftliche Leben in Äthiopien heruntergefahren wurde“, sagt Peter Leisner. Ein Teil des Geldes wird für das Waisenhaus in Adua bereitgestellt, das der Verein seit seiner Gründung finanziell unterstützt.

„Wir sind von dem großem Zuspruch überwältigt“, erklärt Kerstin Götze-Eismann. Deshalb dankt der Freundeskreis allen Spendern aus nah und fern für ihre Unterstützung, die insbesondere in der aktuellen Situation nicht einfach ist. Nächstes Ziel soll die Bereitstellung eines Kleinbusses für das Waisenhaus sein.

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