Gotha. Zum Gedenktag der Russlanddeutschen erinnert sich Olga Stopel aus Gotha an ein dunkles Kapitel der Geschichte ihrer Familie

Es blieben ihnen 24 Stunden, um ihre Habe zu packen. Binnen eines Tages wurde die 30-köpfige Familie auseinandergerissen und von Marxstadt an der Wolga nach Jekatarinburg in Sibirien deportiert. Die Urgroßmutter starb auf dem Weg, die Erwachsenen kamen in Arbeitslager, die Kinder in ein Heim. Am 28. August vor 80 Jahren hatte Stalin im Zuge des Zweiten Weltkrieges die Deportation aller in Russland lebenden Deutschen in die östlichen Gebiete des Staates angeordnet. Unter den Opfern der Zwangsdeportationen waren auch die Angehörigen von Olga Stopel.