Bad Tabarz: Große Auftritte für den Winkelhof

Bad Tabarz  Beim Benefizwochenende werden in Bad Tabarz Spenden für den Erhalt und die weitere Gestaltung des Kurparks gesammelt.

Daniel Heber aus Bad Tabarz (links) und Maik Trescher aus Waltershausen richten im Kurpark Winkelhof Wege mit frischem Kies her, bevor am Wochenende mit Gregor Gysi und der Thüringen-Philharmonie viel geboten wird. Foto: Claudia Klinger

Daniel Heber aus Bad Tabarz (links) und Maik Trescher aus Waltershausen richten im Kurpark Winkelhof Wege mit frischem Kies her, bevor am Wochenende mit Gregor Gysi und der Thüringen-Philharmonie viel geboten wird. Foto: Claudia Klinger

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Im Kurpark Winkelhof herrscht am Mittwoch emsiges Treiben. Angestellte des Bauhofes bessern Wege und Plätze mit feinem Kies aus. Mitarbeiter einer Landschaftsbaufirma mähen Rasen und stutzen Hecken. Die Anlage wird fein gemacht für das Benefiz-Wochenende. Denn auf der überdachten Bühne dieses Kurparks treten bei freiem Eintritt am Samstag Gregor Gysi (16 Uhr) und am Sonntag Musiker der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach auf (15 Uhr). „Wir bitten die Besucher um Spenden, die dem Erhalt und der weiteren Gestaltung des Winkelhofes zugute kommen sollen“, sagt Marcel Wedow, der Leiter des Kuramtes Bad Tabarz.

Er freut sich, den Rechtsanwalt und Politiker Gregor Gysi (Die Linke) schon zum dritten Mal für eine Veranstaltung im Kneipp-Heilbad begrüßen zu können. Seit Dezember 2016 ist er Präsident der Europäischen Linken. „Wir freuen uns auf ein erkenntnisreiches und unterhaltsames Gespräch von Gregor Gysi mit Hans-Dieter Schütt. Die musikalische Umrahmung spielt Thomas Schäfer“, kündigt Wedow an.

Die Thüringen-Philharmonie gibt am Sonntag eines ihrer Freikonzerte für den Landkreis, für die sich Kommunen bewerben können. „Schön, dass es bei uns geklappt hat“, sagt Wedow. Die Musiker unter der Leitung von Alexej Barchevitch bringen ein buntes Programm mit – von Abel über Bach und Händel bis zu Mozart und Purcell und mit Christian Stötzner am Cembalo. Auch für die Versorgung der Besucher werde gesorgt – vom Team des nahe gelegenen Hotels „Frauenberger“ mit Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltem und Getränken. „Wir hoffen auf viele Gäste“, sagt David Ortmann (SPD), der Bürgermeister. „Und jeder, der etwas spendet, tut etwas für den Kurpark Winkelhof, was ja auch im Interesse der Tabarzer und der Kur- und Urlaubsgäste sei. „Dabei geht es uns nicht um große Investitionen, sondern wir möchten kleine Dinge umsetzen, die die Anlage aufwerten“, sagt Ortmann. So habe die Gemeindeverwaltung einen Antrag auf Fördermittel für große Sonnensegel gestellt, die dem Publikum Schatten spenden. Das Bühnengebäude sei zwar vom Dach und dem Mauerwerk her intakt, brauche aber einen neuen Anstrich. „Und wir möchten die Bepflanzung verschönern, allerdings nicht allein“, kündigt der Bürgermeister an. Er hoffe auf solches ehrenamtliches Engagement wie das des Trachtenvereins Tabarz, der sein Domizil im Bühnengebäude hat. Dessen Mitglieder haben im vergangenen Herbst 2000 von der Gemeinde finanzierte Tulpenzwiebeln gesteckt, „und das Ergebnis konnte sich in diesem Frühjahr sehen lassen“, so Ortmann. Es gebe auch die Idee, den Winkelhof mit Skulpturen zu bereichern und viele verschiedene Magnoliensorten zu pflanzen. „Daran können sich die Bürger gern beteiligen, indem sie zu besonderen Anlässen wie einem runden Geburtstag, einer Geburt oder einem Ehejubiläum Pflanzen spenden. Zumal wir im Postweg und in der Lauchagrundstraße keinen Platz mehr für gestiftete Bäume haben.“

Wichtig seien aber erst einmal die kleinen Dinge. „Es reicht nicht, wenn der Kurpark für zwei Wochenenden im Jahr in einen Top-Zustand gebracht wird. Unser Ziel muss es sein, den Winkelhof dauerhaft gepflegt präsentieren zu können“, sagt der Bürgermeister.

„Das haben wir vernachlässigt, und das wollen wir ändern. Wir müssen dran bleiben.“ Deshalb suche die Gemeinde Interessenten, die sich per Minijob um kleine, aber wichtige Arbeiten wie Unkrautjäten, Wegeharken und Müllbeseitigung kümmern möchten. Das funktioniere an anderer Stelle im Kneipp-Heilbad auch schon gut, denn es gebe viele Menschen, die auch im Ruhestand Sinnvolles tun wollen.

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