Bad Tabarz hält in Coronazeiten an begonnenen Projekten fest

Bad Tabarz.  Die beauftragten Bauarbeiten laufen weiter. Die Bevölkerung wird umfassend über die aktuelle Entwicklung informiert.

Wie in ganz Thüringen ist wegen der Corona-Pandemie auch dieser Spielplatz in Bad Tabarz gesperrt worden.

Wie in ganz Thüringen ist wegen der Corona-Pandemie auch dieser Spielplatz in Bad Tabarz gesperrt worden.

Foto: Claudia Klinger

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Direkt vorm Bürofenster des Bad Tabarzer Bürgermeisters David Ortmann (SPD) wird an einem frisch gestrichenen Gebäude mit neuem Dach gewerkelt: Der Umbau des einstigen Wanderheims zur Bibliothek steht kurz vor dem Abschluss. „Alle Bauarbeiten, die wir begonnen haben oder für die Aufträge bereits vergeben sind, wollen wir auch laufen lassen“, sagt Ortmann. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

„Wir können ja froh sein, wenn die Baufirmen trotz Coronakrise weiter arbeiten.“ Breitbandausbau, die Vorbereitung des Wohngebietes Gartenstadt und das neue Sportlerheim sind vorgesehen. „Wir halten auch am Neubau eines Kindergartens fest, weil wir im alten Gebäude nicht dauerhaft bleiben können.“

Derzeit herrscht in der Villa Kunterbunt allerdings behördlich verordnete Ruhe, genau wie in der Krippe. „Dennoch wird die Notbetreuung gebraucht. Zurzeit versorgen unsere Erzieher drei Krippen- und zwei Kindergartenkinder. Die Zahlen bewegen sich seit der Schließung mit geringen Abweichungen in dieser Größenordnung“, so der Bürgermeister.

Die Gemeindeverwaltung hat einen Koordinierungsstab gebildet, um in Corona-Zeiten schnell und angemessen auf die aktuelle Entwicklung reagieren zu können. Dazu gehören Vertreter der Ämter, aber auch Dieter Hellmann als Stellvertreter von David Ortmann, damit er, falls der Bürgermeister krank werden sollte, auf dem Laufenden ist. „Wir haben bisher viermal getagt. Zuerst geht es immer um die aktuelle Einschätzung der Situation und den Einsatz unserer Mitarbeiter, aber auch um die Situation im Tabbs, das ja ebenfalls schließen musste“, sagt David Ortmann.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Information der Bevölkerung. David Ortmann: „Das halten wir für unabdingbar und suchen dafür auch nach neuen Möglichkeiten.“ Über die Internetseite sowie das Facebook-Profil der Gemeinde und die Bad-Tabarz-App werde bereits viel getan. Am vergangenen Wochenende sei zudem eine Sonderausgabe des Amtsblattes verteilt worden. „Darin geben wir auch zwölf Ideen gegen Langeweile weiter, da ja viele Familien jetzt mit ihren Kindern zu Hause bleiben müssen. Zusätzlich werden Faltblätter gedruckt. „Wir erhöhen die Zahl der Auslagestellen für unsere Informationen im Ort, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Und wir wollen einen Bürger-Chat einrichten.“

Engen Informations-Kontakt suche die Gemeinde zudem zu den Unternehmen im Ort. „Per E-Mail informieren wir die Firmen – ob produzierend, im Handel oder im Tourismus – über alle staatlichen Hilfsprogramme, von denen wir wissen“, sagt der Rathaus-Chef.

Extra-Teams sind beim Ordnungsamt gebildet worden, die kontrollieren, ob die strengen Verordnungen wie Laden- und Restaurantschließungen und das Kontaktverbot eingehalten werden. Diese Gemeinde-Mitarbeiter sind nicht nur tagsüber, sondern auch abends und nachts unterwegs. „Anfangs gab es an manchen Stellen Klärungsbedarf. Inzwischen haben die meisten Menschen verstanden, dass Distanz jetzt ganz wichtig ist“, sagt der Bürgermeister.

Um auf die Bibliothek zurück zu kommen: Ganz auf Lesestoff, DVDs und Spiele müssen die Bad Tabarzer nicht verzichten. David Ortmann: „Wir liefern die Medien frei Haus, wenn das von den Nutzern über eine Hotline angemeldet wurde.“ Auch darüber seien die Bürger informiert worden.

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