Barrieren für Theatergäste und Mitwirkende in Gotha beseitigt

Daniela Rockstuhl steht neben dem Plattformlift, der bewegungseingeschränkten Gästen und Mitwirkenden den Zugang zum Fundament erleichtert.

Daniela Rockstuhl steht neben dem Plattformlift, der bewegungseingeschränkten Gästen und Mitwirkenden den Zugang zum Fundament erleichtert.

Foto: Bernd Seydel

Gotha.  Ein Plattformlift, einfache Beschilderung und Blindenschrift sorgen im Fundament im Gothaer Kulturhaus für mehr Inklusion. Und der Art der Stadt hat noch mehr vor.

Im „Fundament“, der Wirkungsstätte des Gothaer Theatervereins Art der Stadt, ist ein Plattformlift verbaut worden. Dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein unkomplizierter Zugang ermöglicht wird, war ein Ziel des Projekts „Barrierefreiheit für unser soziokulturelles Zentrum“. Wie der Verein informiert, wurde die Anschaffung über Fördermittel und Spenden finanziert.

„Uns geht es darum, dass Menschen mit Beeinträchtigungen nicht nur als Gäste zu uns kommen können, sondern auch als aktive Mitgestalter, als Künstler oder Künstlerin und überhaupt Teilnehmende“, erklärt Daniela Rockstuhl vom Verein. „Da für den Art der Stadt schon immer Inklusion und Teilhabe wichtig waren, schaffen wir durch den neuen barrierefreien Zugang in unsere Spielstätte einen Ort, an dem jeder kommen und an dem jeder sein darf.“

Um auf die Spiel- und Zuschauerebene zu gelangen, mussten früher fünf Stufen überwunden werden. Auch im Zuschauerraum hat man Vorsorge getroffen. Für bis zu fünf Rollstuhlfahrer gibt es reservierte Plätze, wenn sich diese vorher anmelden. In den nächsten Monaten sollen noch die Wege und Wegbefestigungen barrierefrei gestaltet werden. Hierfür werden weitere Fördermöglichkeiten gesucht und Spenden gesammelt. Für einen reibungslosen Ablauf wurde auch eine Gegensprechanlage und eine einfache Beschilderung sowie Blindenschrift angebracht.

Finanziert wird das Projekt von der Aktion Mensch, den Verein „Cents for help e.V.“ und durch einen anteiligen Abschlag der Spielstättenförderung über die Thüringer Staatskanzlei und der Stadt Gotha. Daniela Rockstuhl: „Wir danken allen Förderern für ihre Unterstützung und freuen uns, ab September auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer bei uns im Fundament begrüßen zu dürfen.“