Bauhaus in Gotha: Fasziniert von klarer Formsprache

Gotha  100 Jahre Bauhaus Kunstforum Gotha zeigt Bilder des Fotowettbewerbs zum Jubiläum sowie Landesfotoschau.

„Bauhaus entdecken – Spurensuche im Freistaat Thüringen“ zeigt die Fotoausstellung im Kunstforum Gotha. Stefan Klatt umrahmt deren Eröffnung musikalisch. Im  Hintergrund rechts ist ein Foto von Katja Wisotzki von der Allgemeinen  Ortskrankenkasse Pößneck zu sehen.

„Bauhaus entdecken – Spurensuche im Freistaat Thüringen“ zeigt die Fotoausstellung im Kunstforum Gotha. Stefan Klatt umrahmt deren Eröffnung musikalisch. Im  Hintergrund rechts ist ein Foto von Katja Wisotzki von der Allgemeinen  Ortskrankenkasse Pößneck zu sehen.

Foto: Wieland Fischer

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Besucher des Kunstforums Gotha blicken jetzt beim Betreten des Foyers gleich auf Farbspiele im Haus des Volkes Probstzella. Es handelt sich um Aufnahmen von Anke Kachold. Damit hat die Fotografin aus Kaulsdorf an der Hohenwarte-Talsperre den Fotowettbewerb „Bauhaus entdecken – Spurensuche im Freistaat Thüringen“ gewonnen. Die eindrücklichsten Aufnahmen des Wettbewerbs sind jetzt im Kunstforum Gotha zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern der 11. Landesfotoschau der Gesellschaft für Fotografie in der oberen Etage des Kunsthauses.

Der Akzent liegt auf den Fotos von Zeugnissen des Bauhauses in Thüringen. Insgesamt 73 Bilder von 27 Fotografen und Fotografenpaaren zeigen außergewöhnliche Sichten, Details wie Anke Kachold und Stimmungen, die über Gebäuden der Bauhaus-Architekten liegen.

Die insgesamt 167 eingesendeten Bilder verdeutlichen, dass die Bauwerke der Weimarer und Dessauer Schule von 1919 bis 1933 nach wie vor in Thüringen sicht- und erlebbar sind. Der repräsentative Querschnitt reicht vom Hamburger Block in Erfurt bis zum Milchhof in Arnstadt.

Auch Gotha ist mit Aufnahmen von Gebäuden mehrfach vertreten. Jonas Ortlepp oder Stefan Heinemann haben das heutige Kaufhaus Moses ins Bild gerückt. Letzterer auch den Schmalen Rain.

Mit Fotos von Arbeiten der Bauhaus-Designerin Marianne Brandt, von 1929 bis 1932 Leiterin der Entwurfsabteilung der Ruppelwerk GmbH Gotha, hat Klaus Nehrlich den dritten Preis des Wettbewerbs errungen.

Dem in Gotha aufgewachsenen Mark Escherich, bekannt geworden durch seine beiden Villen-Bücher von Gotha, gelang mit Aufnahmen des Union-Kinos, des Hamburger Blocks und des Kraftwerks in Erfurt ein achtbarer achter Platz.

Bei der Ausstellung handelt es sich um die dritte im Kunstforum, die sich dem Thema Bauhaus im Jubiläumsjahr widmet, unterstreicht Christoph Gösel, Leiter der Kultourstadt Gotha, die das Haus führt. Ein vierte schließt sich im November an.

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Bauhaus 1919 – 2019“ hatten der Gothaer „KulTour“-Betrieb und die Gesellschaft für Fotografie (Landesverband Thüringen) den Fotowettbewerb ausgelobt. Die Aufnahmen sind bis zum 3. November im Kunstforum Gotha zu sehen. Begleitend zur Ausstellung gibt es einen Katalog mit den von den Preisträgern eingereichten Fotografien.

Wie bei den beiden Vorgängerausstellungen gibt es Begleitveranstaltungen. So tritt die Band „Trio Trojka“ am Freitag 13. September, um 19 Uhr, dort auf. Auch der 29. Thüringer Fototag am Samstag, 12. Oktober, Beginn um 10 Uhr, ist darin eingebettet. Das Programm wird von Musik von Alexander & Stanley Blume am Dienstag, 22. Oktober, um 19 Uhr abgerundet.

Das Kunstforum Gotha hat von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.

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