Bauplätze ums Erfurter Kreuz gesucht

Neudietendorf.  Landkreise und Stadt Erfurt planen Siedlungskonzept.

Im Gewerbegebiet Erfurter Kreuz siedeln sich neue Firmen wie CATL an. Damit steigt im Umland die Nachfrage nach Wohnbauplätzen.

Im Gewerbegebiet Erfurter Kreuz siedeln sich neue Firmen wie CATL an. Damit steigt im Umland die Nachfrage nach Wohnbauplätzen.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Das Erfurter Kreuz zählt zu den Wachstumsregionen Thüringens. Davon profitiert auch der Landkreis Gotha. Im Raum Arnstadt, Amt Wachsenburg und der Landgemeinde Nesse-Apfelstädte sei eine stetige Erweiterung gewerblicher Bauflächen zu verzeichnen, stellt Kreisbeigeordnete Sylke Niebur (parteilos) fest. Diese gehe mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen einher. Die Entwicklung werde in den kommenden Jahren anhalten. Die Prognose geht davon aus, dass mit Neuansiedlung sowie dem Ausbau bestehender Firmen bis zum Jahr 2025 bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Bereits jetzt gebe es viele Pendler aus Süd- und Nordthüringen sowie vermehrt Zuzüge aus Osteuropa. Das vorhandene Wohnungsangebot ums Erfurter Kreuz sei darauf aber nicht zugeschnitten. Vor allem die Nachfrage nach Einfamilienhaus-Bauplätzen könne derzeit und kurzfristig nicht abgedeckt werden. Projekte scheitern häufig an der Engstirnigkeit der Regionalplanung, stellt Christian Jacob, der Bürgermeister der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt (CDU), fest.

Der Ilm-Kreis und der Landkreis Gotha wollen mit der Stadt Erfurt nun daran gehen, ein Siedlungskonzept für die Region zu erstellen. Die Gesamtkosten dafür sind mit 150.000 Euro veranschlagt. Davon wären 80 Prozent förderfähig.