Bildergeschichte mit Tonspur und ein eigener Film

Gotha.  Kinder lernen im Projekt „Total digital“ spielerisch den Umgang mit Tablets und Mikrofon. Der zweite Teil der Aktion wurde wegen der Corona-Krise verschoben.

Die Kinder Franzi, Cheyenne und Jonathan (von links) aus der Grundschule Siebleben haben am Projekt „Total digital" teilgenommen. Mit Birgit Ebbert, Sebastian Vetter (von links) und Christian Mark gestalteten sie eine Bildergeschichte mit Tonspur – noch vor der Corona-Krise.

Die Kinder Franzi, Cheyenne und Jonathan (von links) aus der Grundschule Siebleben haben am Projekt „Total digital" teilgenommen. Mit Birgit Ebbert, Sebastian Vetter (von links) und Christian Mark gestalteten sie eine Bildergeschichte mit Tonspur – noch vor der Corona-Krise.

Foto: Claudia Klinger / Archiv

„Total digital“ heißt ein Projekt der Stadtbibliothek Gotha, das in zwei Teile gegliedert ist. Teil eins konnte schon erfolgreich abgeschlossen werden, berichtet Ute Nitschke, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Gotha, die das Vorhaben betreut. Dafür hatte Birgit Ebbert, Kurd-Laßwitz-Stipendiatin des vergangenen Jahres in Gotha, die von ihr erdachten Gespenster Grusel und Finster samt einer Geschichte vorgestellt. Jedes Kind hat dann ein bis zwei Sätze der Geschichte bekommen und ein Bild dazu gemalt. „Mit Tablets wurden die Gemälde fotografiert, und die Kinder haben mit diesem Gerät ihre selbst gesprochenen Sätze aufgenommen“, erklärt Ute Nitschke. „Am Ende ist aus allen Aufnahmen eine Bildergeschichte mit Tonspur entstanden.“

Die Lese-, aber auch die Medienkompetenz der Grundschüler sollte damit gefördert werden. Hortkinder aus den Grundschulen Friemar, Siebleben, Sundhausen sowie „Bechstein“ nahmen teil. „Es sollte ein Freizeitprojekt sein. Das war vom Deutschen Bibliotheksverband und dem Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die es ermöglicht haben, so gefordert“, sagt Ute Nitschke. Neben ihr und Birgit Ebbert unterstützten auch Kameramann Sebastian Vetter und Schauspieler Christian Mark die Kinder. Und jedes Kind bekam zum Schluss einen USB-Stick mit der Geschichte zum Mitnehmen.

Im zweiten Teil des Digital-Projektes – wiederum mit Sebastian Vetter und Christian Mark – drehen Kinder, die von der Begegnungsstätte Liora betreut werden, einen Film. Ute Nitschke: „Das Drehbuch ist aus den Ideen der Kinder entstanden. Einige Szenen sind bereits aufgenommen worden.“ Doch das Corona-Virus habe das Projekt unterbrochen. Der Drehtermin in den Kasematten sei derzeit nicht möglich. „Aber die Fördermittelgeber haben einer Verschiebung sofort zugestimmt.“ Für die Bibliothek habe das Digitalprojekt noch einen schönen Nebeneffekt. Sieben Tablets sowie ein Ton-Aufnahmegerät bleiben im Besitz der Bildungseinrichtung.