Blockade der Bundesstraße 247 in Schwabhausen am Freitag

Schwabhausen  Die Schwabhäuser demonstrieren am Freitag für die seit Jahren geforderte Ortsumgehung. Der Verkehr belastet den Ort und seine Einwohner schwer.

Die Gemeinde Schwabhausen leidet unter  dem Durchgangsverkehr auf der B 247. Täglich passieren 13.000 bis 16.000 Fahrzeuge das Dorf im Landkreis Gotha, darunter 4000 Laster - mit steigender Tendenz.

Die Gemeinde Schwabhausen leidet unter  dem Durchgangsverkehr auf der B 247. Täglich passieren 13.000 bis 16.000 Fahrzeuge das Dorf im Landkreis Gotha, darunter 4000 Laster - mit steigender Tendenz.

Foto: Claudia Klinger

Von 16 bis 17 Uhr ist am Freitag kein Durchkommen auf der Bundesstraße 247 in Schwabhausen. Die BIS – die Bürgerinitiative Schwabhausen – hat für diese Zeit eine Demonstration angemeldet und genehmigt bekommen. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass wir für unser Dorf endlich eine Umgehungsstraße brauchen“, sagt Michael Fischer, einer der Initiatoren. „Zumal uns die schon seit 1992 versprochen wurde.“

Nach ersten Protestaktionen mit Blockaden der Ortsdurchfahrt im Jahr 2016 war die Umgehungsstraße in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes bis 2030 eingeordnet worden. Die Schwabhäu-ser schöpften Hoffnung, dass es nun bald mit dem Bau losgehen könnte. „Doch bei einem Gespräch im Straßenbauamt haben wir dieses Jahr erfahren, dass die ohnehin langwierige Prozesskette erneut ins Stocken geraten ist und wir erst in zehn Jahren mit dem Ende der Bauarbeiten rechnen könnten“, erklärt Michael Fischer. „So lange wollen wir aber nicht mehr warten. Zumal wir befürchten, dass der Zeitraum nicht ausreicht oder am Ende kein Geld mehr für uns da ist.“

Die Umgehungsstraße soll westlich am Dorf vorbeigeführt werden. „Bis sie fertig ist, fordern wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ortsdurchfahrt und einen sicheren Übergang für Fußgänger in der Dorfmitte“, so Michael Fischer. Schließlich führe dort auch der Weg von Schulkindern zur Bushaltestelle entlang.

Laut Schwabhausens Bürgermeister Olaf Jungklaus (UWG) passieren auf der B 247 täglich 13.000 bis 16.000 Fahrzeuge den Ort, davon 4000 Lkw – mit steigender Tendenz. Für die Umgehung sei es also höchste Zeit.

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