Brand in der Schule - Freiwillige Feuerwehren üben

Molschleben.  Die Regelschule Molschleben stand am Samstag in Zentrum einer Feuerwehrübung, an der 48 Einsatzkräfte teilnahmen.

Vier Freiwillige Feuerwehren und der Einsatzleitwagen einer fünften beteiligten sich am Samstag an einer Übung, bei der ein Brand mit viel Rauch in drei Etagen der Staatliche Regelschule Molschleben das Ausgangsszenario war.

Vier Freiwillige Feuerwehren und der Einsatzleitwagen einer fünften beteiligten sich am Samstag an einer Übung, bei der ein Brand mit viel Rauch in drei Etagen der Staatliche Regelschule Molschleben das Ausgangsszenario war.

Foto: Peter Riecke

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Das hochtonige, auf- und abschwellende laute Fiepen ist unüberhörbar. Aus dem Keller und einigen Klassenräumen quillt dichter Qualm. Jugendliche und Schulkinder mit auffälligen Wunden liegen im Gang, auf einem Treppenabsatz und in den Klassenzimmern zwischen Stühlen und Bänken. Dann hört man das erste Sondersignal. Die Freiwillige Feuerwehr Molschleben mit Ortsbrandmeister Steffen Wehrstedt trift erwartungsgemäß als erste ein. So beginnt eine Übung an und in der Staatlichen Regelschule Molschleben am Samstagmorgen 8.30 Uhr, an der 48 Einsatzkräfte teilnehmen. Sie kommen aus den Wehren Molschleben, Friemar, Bienstädt und Eschenbergen. Außerdem ist die Freiwillige Feuerwehr Gräfentonna mit einem Einsatzleitwagen dabei. Wehrstedt prüft als erster die Lage und teilt seine Kameraden für den ersten Angriff ein. Kurz darauf treffen die weiteren Wehren ein.

Sogar ein Tanklöschfahrzeug W 50 aus DDR-Produktion ist dabei. Es gehört der Freiwilligen Feuerwehr Eschenbergen und ist nicht Hobby, sondern Einsatzfahrzeug. Ein Hydrant ist am Schuleingang vorhanden, so füllt sich der erste Schlauch schnell mit Wasser. Doch um auch den Aufbau einer Löschwasserversorgung zu üben, werden 460 Meter Schlauch bis zur Löschwasser-Zisterne bei einem Agrarbetrieb gelegt. Dort haben Andreas Sülzenbrück und Stefan Gleich ein A-Rohr angeschlossen und pumpen Wasser in kleinere Schläuche. Die Einfahrt in den Ortskern ist dort mit Hinweis-Aufstellern gesperrt. Das gilt auch für andere Zufahrten zum angenommenen Brandort. Die meister Autofahrer drehen dort um, leider nicht alle, berichten Übungsteilnehmer.

Ein Team zur Notfalldarstellung des Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Mühlhausen hat Mitglieder der Jugendfeuerwehr Ruhla täuschen echt als Verletzte geschminkt.

Im Verlauf der Übung schreien sie auftragsgemäß um Hilfe. Maximilian Pflanz aus dem Unstrut-Hainichkreis und auch DRK-Mitglied spielt einen aufgeregten Lehrer, der immer wieder in das brennende Gebäude zu seinen Schülern will. Die Feuerwehrleute müssen ihn daran hindern. Das ist Bestandteil der Übung. Sieben Verletzte werden dargestellt, auch an zwei Puppen wird die Rettung geübt. Außerdem fällt (gewollt) ein Löschtrupp aus. Beobachter und Darsteller kommen auch aus anderen Wehren und Ruhla. Die Übung haben drei Ortsbrandmeister, ein stellvertretender Ortsbrandmeister und Kreisausbilder Sascha Meixner aus Bienstädt gemeinsam konzipiert. Ihre Wehren üben mehrmals im Jahr, der Sonnabend aber war ein Höhepunkt.

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