Der Meister im Karohemd

Gotha.  In der Stadthalle Gotha bieten Manfred Mann und seine Earth Band den Fans eine authentische Bühnenshow.

Altmeister Manfred Mann improvisiert mit dem Synthesizer auf der vernebelten Stadthallenbühne.

Altmeister Manfred Mann improvisiert mit dem Synthesizer auf der vernebelten Stadthallenbühne.

Foto: Heiko Stasjulevics

Seit fast 50 Jahren ist Manfred Mann ein Mythos in der Rockmusik. Posen und Schnörkel haben er und seine Band schon lange nicht mehr nötig, dafür liefern sie lieber durchgehend große Popmusik. So kam Manfred Mann‘s Earth Band beim Publikum in der Gothaer Stadthalle am Freitagabend sehr gut an. Mann spielte in einem auffälligen Hemd mit großen schwarzen und weißen Karos, auf dem Kopf einen Cowboyhut. Die brillanten Musiker boten ein zweistündiges Programm mit neuen und älteren Titeln – viele davon Welthits.

Manfred Mann’s Earth Band ist eine britische Rockband um den südafrikanischen Keyboarder Manfred Mann. Nach den ersten großen Erfolgen in den 1960er-Jahren mit Titeln wie „My Name is Jack“, „Fox on the Run“,„Ha! Ha! Said the Clown“, „Do Wah Diddy Diddy“ oder „Mighty Quinn“, die die Hitparaden stürmten, gründete er 1971 seine Earth Band. Das erste Album zeigte noch deutliche Einflüsse aus den 1960er-Jahren. 1988 löste sich die Earth Band auf. Doch 1991 schaffte es Manfred Mann, die Band mit Mick Rogers neu zu formieren. Die folgenden Jahrzehnte waren hauptsächlich von Tourneen und Live-Auftritten geprägt. Manfred Mann’s Earth Band tritt nun vor allem in Mitteleuropa regelmäßig auf.

Zur aktuellen Besetzung gehören Manfred Mann, Keyboard und Gesang, Robert Hart, Gitarre und Gesang, Mick Rogers, Gitarre und Gesang, Steve Kinch, Bass und Gesang, John Lingwood, Drums. Der jetzige Stil ist am ehesten als Bluesrock zu beschreiben, mit deutlicher Anleihe beim Jazz-Rock. Dafür stehen die glänzenden solistischen Improvisationen des Altmeisters auf dem Synthesizer. Übrigens stand er barfuß auf der Gothaer Bühne. Mit Mick Rogers hat die Band einen exzellenten Gitarristen. Auch Sänger Robert Hart überzeugt mit seiner authentischen und witzigen Bühnenshow.

Die Songs sind zum Teil selbst geschrieben, zum Teil gecovert, so wie „Father of Day, Father of Night“ von Bob Dylan oder die Bruce-Springsteen-Cover „Blinded by the Light“ und „Davy’s on the Road again“. Auf jeden Fall kam die Band, die bereits zum zweiten Mal in Gotha spielte, vielleicht auch wiederkommen wird, bei dem zahlreich erschienenen Publikum, trotz des anfänglich vielen Nebels auf der Bühne, sehr gut an.

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