Die Gothaer Fahrzeugtechnik will weiter wachsen

Gotha.  Die Gothaer Fahrzeugtechnik (GFT) steigert den Umsatz und bietet allen Mitarbeitern betriebliche Altersvorsorge an.

Großes Paket mit kleiner Aufmerksamkeit zum Jahresabschluss: Marco  Hähnlein (links) und Uwe Kern tragen das Geschenk mit Handtüchern für die Kollegen, die zur Belegschaftsversammlung von der Geschäftsführung der Gothaer Fahrzeugtechnik übergeben wurden.

Großes Paket mit kleiner Aufmerksamkeit zum Jahresabschluss: Marco  Hähnlein (links) und Uwe Kern tragen das Geschenk mit Handtüchern für die Kollegen, die zur Belegschaftsversammlung von der Geschäftsführung der Gothaer Fahrzeugtechnik übergeben wurden.

Foto: Wieland Fischer

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Für die Gothaer Fahrzeugtechnik (GFT) war 2019 ein gutes Jahr. Thomas Gessert, technischer Geschäftsführer, verdeutlicht das am Mittwoch in einer Werkhalle der versammelten Belegschaft von Früh- und Spätschicht an mehreren Kennziffern.

Seit vier Jahren steigen die die Umsatzzahlen kontinuierlich. Davon sollen auch die Mitarbeiter profitieren. Neben bereits ausgehandelten Gehaltserhöhungen im Zuge des Haustarifvertrags will die GFT ab Januar 2020 allen 393 Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge des Versorgungswerks Metallrente anbieten. Bei Abschluss werde der Arbeitgeber etwa für vermögenswirksame Leistungen 25 Prozent beisteuern, erklärt Oliver Schwarz, kaufmännischer Geschäftsführer.

„Ein gutes Angebot“ nennt das Betriebsratsvorsitzender Steffen Zucker. Das sei maßgeblich von seinem Stellvertreter Klaus-Peter Krämer mit den Arbeitgebern ausgehandelt worden. „Wir haben alles am Tisch geregelt“, beschreibt Zucker das gute Betriebsklima.

Die Firmenleitung hatte zu der Belegschaftsversammlung eingeladen, um Betriebsentwicklung und die Vereinbarung zur Altersvorsorge vorzustellen. Trotz Konjunktureintrübung und Stagnation im Automobilbau oder anderen Industriezweigen sei die Auftragslage der GFT, die Gittermasten, Ausleger, Verlängerungen für Mobilkräne baut, gut. „Unsere Branche ist von solchen Signalen noch relativ unbeeinflusst“, sagt Gessert.

2017 waren rund 47,7 Millionen Euro generiert worden. Ende 2019 werden rund 54,5 Millionen Euro Umsatz erzielt. Trotz der in anderen Branchen eher ruhigeren Prognosen gehe die Firmenleitung für 2020 nochmals von einer weiteren Steigerung auf knapp 60 Millionen Euro aus. Wobei Gessert einschränkt: Es könne nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden, ob die Aufträge so umgesetzt werden. Von der weltwirtschaftlichen Entwicklung bleibe das Unternehmen in Gotha-Ost nicht isoliert, das Marktführer auf dem Gebiet von Verlängerungen für Mobilkräne ist.

In Zukunft will die GFT die Zusammenarbeit mit der Firmengruppe Liebherr, einem der größten Baumaschinenhersteller der Welt, wieder ausbauen. War in Vorjahren mit Liebherr etwa die Hälfte des Umsatzes erzielt worden, so habe sich jetzt der Anteil auf 38,4 Prozent zugunsten anderer Kranbauer wie „Manitowoc“ oder „Terec“ verringert. Es gebe von Liebherr neue Projekte, darin sei die Gothaer Fahrzeugtechnik einbezogen. „Was daraus wird, wird das Jahr 2020 zeigen“, gibt sich Gessert zurückhaltend.

In den letzten Wochen und Monaten sind Personal- und Strukturveränderung bei der GFT vollzogen worden. Oliver Schwarz war am 1. April für Jens Schwabe gekommen, der sich ins Private zurückgezogen hatte. Auch Jörg Schwabe, Leiter des Qualitätsmanagement, habe das Unternehmen verlassen. Diese Stelle sei jetzt von Fabian Fuchs besetzt. Das Auftragsmanagement werde seit wenigen Tagen von Annett Hofmann geleitet.

2020 sollen Vorrichtungsbau und Instandsetzung anders aufgestellt werden, kündigt Gessert an. Das sei aber mit keiner Freisetzung von Personal verbunden. Ein schlagkräftiger Musterbau soll entstehen, der bei Neuanfragen in der Lage ist, darauf außerhalb der Serienfertigung zu reagieren.

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