„Endspurt bis zum letzten Training“

Gotha  Interview der Woche Trainer Jonas Kronseder über erste Eindrücke, akribischere Frauen und den Stammsechser

Jonas Kronseder hat seit zwei Monaten intensiv mit seiner neuen Mannschaft gearbeitet. Am Samstag steht die erste Bewährungsprobe in Liga zwei an.

Jonas Kronseder hat seit zwei Monaten intensiv mit seiner neuen Mannschaft gearbeitet. Am Samstag steht die erste Bewährungsprobe in Liga zwei an.

Foto: Niklas Kubitz

Am kommenden Samstag steigen die Blue Volleys Gotha mit dem Heimspiel gegen Alpenvolleys Haching II in die neue Zweitligasaison ein. Gespielt wird ab 19 Uhr in der Ernestinerhalle. Im Vorfeld sprachen wir mit Trainer Jonas Krons­eder

Sie sind jetzt seit etwa zwei Monaten Trainer der Blue Volleys Gotha. Wie verlief die Eingewöhnungszeit?

Die Eingewöhnungszeit war sehr gut. Ich wurde von allen sehr herzlich empfangen und mir macht die Arbeit viel Spaß.

Sie waren viele Jahre als Trainer im Frauenbereich tätig. Gibt es gravierende Unterschiede zwischen dem Coaching von Frauen und Männern?

Ich denke, der größte Unterschied ist dieser Wettkampfgedanke. Männer brauchen bei jeder Übung eine Herausforderung bzw. Wettkampf egal um welche Übung es geht. Dafür sind Frauen akribischer was Wiederholungen im Techniktraining angeht. Das sind zumindest meine ersten Eindrücke nach sechs Wochen.

Wenige Tage vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga stellt sich die Frage, wie der Leistungsstand der Mannschaft ist.

Bis jetzt bin ich zufrieden wie die Jungs arbeiten und wie letzten Testspiele verlaufen sind. Wir müssen jetzt noch an unserer Schnelligkeit im Umschaltspiel arbeiten und Aufschlag-Annahme. Dieses Element haben wir nicht so viel trainiert in den letzten Wochen, da der Fokus auf anderen Spielelementen lag.

Die Blue Volleys sind eine im Durchschnitt noch sehr junge Mannschaft. Gibt es da eine andere Herangehensweise im Training und der Ansprache?

Natürlich gibt es deutliche Unterschiede zwischen jüngeren Spielern und älteren Spielern. Wir können im Training eine höhere Intensität fahren und die Jungs mehr belasten. Die Jungs wollen viel Feedback bekommen und das brauchen junge Spieler auch, um sich weiterzuentwickeln. Ich arbeite sehr gern mit einem jungen Team, da man schnell eine Entwicklung sieht und da noch dieser Hunger nach Wissen vorhanden ist.

Gab es in der Vorbereitung Kontakt zu Ihrem Trainervorgänger Jörg Schulz?

Eigentlich gar nicht. Wir haben Ende der Saison öfters Kontakt gehabt und Jörg hat mir auch viele Infos über die Spieler vom letzten Jahr gegeben, aber seit Vorbereitungsbeginn hatten wir keinen weiteren Kontakt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Jörg des öfteren bei unseren Heimspielen sehe.

Wie sind Ihre Erwartungen an die kommende Saison? Gibt es konkrete Zielvorgaben?

Unser Ziel ist es den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu schaffen. Ich wäre zudem zufrieden, wenn ich nach der erfolgreichen Saison sagen kann, dass sich jeder Spieler im spielerischen oder auch taktischen Element weiterentwickelt hat.

Zeichnet sich bereits ein Stammsechser ab?

Das wird ein Endspurt bis zum letzten Training. Jeder Spieler hat Stärken wie er dem Team helfen kann und was gegen unterschiedliche Gegner von Nutzen sein kann, daher steht bis jetzt noch nicht fest, wer am Samstag anfangen wird.

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