Geldkoffer vor Botschaft in Berlin entrissen – Thüringerin wurde Opfer von „Scamming“

Gotha  Sie wollte sich nach dem Tod ihres Mannes neu verlieben und schaltete deshalb eine Anzeige. Darauf meldete sich ein angeblicher US-Soldat. Kurze Zeit später hatte dieser die Frau um mehrere Tausend Euro betrogen.

Beim sogenannten Scamming, werden Single-Frauen von vermeintlichen Soldaten im Ausland kontaktiert.

Beim sogenannten Scamming, werden Single-Frauen von vermeintlichen Soldaten im Ausland kontaktiert.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Wie die Polizei berichtet, wollte sich die Frau aus dem Landkreis neu verlieben. Auf ihre Anzeige meldete sich ein vermeintlicher amerikanischer US-Soldat, welcher sie kurze Zeit später darum bat, einen Geldbetrag von mehreren Tausend Euro zu einer Botschaft nach Berlin zu bringen. Die Frau machte sich auf den Weg und wollte tatsächlich das Geld in Berlin abgeben. Doch vor der vereinbarten Botschaft wurde ihr der Koffer samt dem Geld von einem Unbekannten entrissen. Kurze Zeit später nahm der angebliche Soldat erneut per E-Mail Kontakt mit der Frau auf. Und wieder wollte er ihr Geld.

Laut Polizei handelt es sich in diesem Fall um eine Sonderform des sogenannten „Scammings“. Die Täter geben sich als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus. Sie geben gegenüber ihren Opfern an, derzeit nicht an ihr privates Geld zu gelangen. Dann bitten diese Männer um Unterstützung. Meist sollen ihre Opfer das Geld mit „Western Union“ oder „MoneyGram“ oder aber auch wie in diesem Fall persönliche überbringen. Außerdem versprechen sie, das Geld wieder zurück zu zahlen.

Manchmal kommt es auch zu Telefonaten, die über Handys oder Skype – ohne Bild und in englischer Sprache – geführt werden. Dadurch soll sich das Gefühl von Vertrauen vertiefen. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaidhandys. Dadurch wird es kompliziert, wenn man den Anrufer zurück verfolgen will.

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