Gotha: Alte Meister sollen neben leeren Rahmen hängen

Gotha  Die gestohlenen Gemälde sind ab Herbst im Herzoglichen Museum in Gotha zu sehen.

Im Herbst gibt es eine Präsentation der restaurierten gestohlenen Gemälde im Herzoglichen Museum Gotha. (Archivbild)

Im Herbst gibt es eine Präsentation der restaurierten gestohlenen Gemälde im Herzoglichen Museum Gotha. (Archivbild)

Foto: Sascha Fromm

Nach ihrer Restaurierung sollen die fünf Gemälde, die nach dem Raub aus Schloss Friedenstein 1979 im Dezember 2019 wieder aufgetaucht waren, im Herbst in Gotha ausgestellt werden. Die Schau mit dem Titel „Wieder zurück in Gotha! Die verlorenen Meisterwerke“ soll zudem die Aufmerksamkeit auf den großen Teil der Gothaer Sammlung richten, die noch immer verschollen ist.

Wie die Stadtverwaltung Gotha berichtet, habe sich die Gothaer Sammlung seit 1918 durch Verluste, Diebstähle, Entnahmen und Verkäufe dezimiert. Vom „Welterbe Gotha“ seien dadurch nur noch etwa 40 Prozent erhalten. Wie Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) verrät, sollen diesen Verlust auch leere Rahmen in der Ausstellung darstellen. Ein großes Digitalisierungsprogramm soll in den nächsten sechs Jahren mehr als eine Million Sammlungsstücke erfassen.

Mit der Ausstellung werde Gotha Neuland in der internationalen Präsentation und Zusammenarbeit betreten, so die Stadtverwaltung, denn es sei gelungen, namhafte Förderer für die Schau zu gewinnen.

Derzeit ist das Herzogliche Museum geschlossen. Sobald die Öffnung wieder möglich ist, soll als erste Ausstellung 2021 „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ gezeigt werden.