Gotha ist Spitzenreiter in der Thüringer Industrie

Kreis Gotha.  Der Landkreis Gotha ist eine der wenigen Thüringer Regionen, die in der Pandemie ihren Umsatz steigern konnte.

Einer der großen Arbeitgeber der Industrie im Landkreis Gotha ist Schmitz Cargobull. (Archiv-Foto)

Einer der großen Arbeitgeber der Industrie im Landkreis Gotha ist Schmitz Cargobull. (Archiv-Foto)

Foto: Peter Riecke

Während der Umsatz von Industriebetrieben im Freistaat mit mehr als 50 Beschäftigten in den ersten drei Quartalen 2020 sank, war Gotha der einzige Thüringer Landkreis, wo ein Umsatzplus erwirtschaftet werden konnte. Das berichtet das Landesamt für Statistik. Thüringenweit beläuft sich der Verlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 10,5 Prozent.

Umsatzspitzenreiter war erstmals der Landkreis Gotha mit 2,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2019 wuchs der Erlös dort um 12,2 Prozent. Auf über zwei Milliarden Euro Umsatz kam nur noch der Ilm-Kreis. Die Verluste aller anderen Landkreise und kreisfreien Städte reichen von 0,3 Prozent weniger im Saale-Holzland-Kreis bis zu 28,6 Prozent weniger in der kreisfreien Stadt Suhl.

Im Landkreis Gotha gibt es 57 Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern in denen rund 12.000 Personen arbeiten. Pro Beschäftigten wurden so im Durchschnitt 185.386 Euro erwirtschaftet.

Zwei Drittel des Umsatzes verdienen die Unternehmen durch Inlandsgeschäfte, ein Drittel durch den Export. Bis auf die Region Jena ging die Exporttätigkeit in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens zurück.

In Gotha ist die Zahl der Industriebeschäftigten zurückgegangen, während sie in fünf Thüringer Regionen stieg.