Gothaer Berufsschule erhält E-Auto für angehende Kfz-Mechatroniker

Gotha.  Gothaer Berufsschule Hugo Mairich erhält für Ausbildung Elektrofahrzeug. Seit 16. Mai gibt es wieder Unterricht.

Die Berufsschule "Hugo Mairich" in Gotha hat vom Autohaus Langenhan ein Elektrofahrzeug der Klasse BMW i3 für die Kfz-Ausbildung erhalten. Von links: Andrea Langenhan, Inhaberin des Autohauses, Schulleiter Uwe Kirschberg, Kreisbeigeordneter Thomas Fröhlich und Udo Spitzbarth, BMW-Gebietsleiter.

Die Berufsschule "Hugo Mairich" in Gotha hat vom Autohaus Langenhan ein Elektrofahrzeug der Klasse BMW i3 für die Kfz-Ausbildung erhalten. Von links: Andrea Langenhan, Inhaberin des Autohauses, Schulleiter Uwe Kirschberg, Kreisbeigeordneter Thomas Fröhlich und Udo Spitzbarth, BMW-Gebietsleiter.

Foto: Conny Möller

Ein schnittiger BMW i3 steht vor den Toren der Kfz-Halle des Gothaer Berufsschulzentrums Hugo Mairich. Gesponsert wurde das E-Auto von der BMW AG und übergeben vom Autohaus Langenhan.

Aus diesem Grund war am Dienstagnachmittag „großer Bahnhof“ vor den Schultoren in der Kindleber Straße angesagt. Neben Vertretern des Automobilhändlers waren Schulträger und Kreisverwaltung bei der Übergabe vor Ort. Für einen Schulträger wie den Landkreis Gotha sei eine Fahrzeugspende nicht selbstverständlich, bestätigt Kreisbeigeordneter Thomas Fröhlich (CDU). Bereits vor vier Jahren hatte das Autohaus um Geschäftsführerin Andrea Langenhan der Berufsschule ein Auto zur Verfügung gestellt. „Das war damals ein Mini“, sagt die Inhaberin. Jetzt ein E-Auto der neuen Generation, für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker.

Im vergangenen Jahr wurde die Kfz-Halle in der Berufsschule weiter modernisiert. 70.000 Euro investierte der Schulträger in einen Hochvolt-Trainer und Prozesssimulationsanlagen. Die sind für die 190 Auszubildenden auch wichtig, um im späteren Berufsleben bestehen zu können. Für das Berufsschulzentrum selbst wird ab dem Schuljahr 2020/2021 ein neues Kapitel in der Kfz-Ausbildung aufgeschlagen. „Wir wollen eine Berufsfachschule für Fahrzeugtechnik eröffnen", sagt Schulleiter Uwe Kirschberg. Schüler haben die Möglichkeit ihren Realabschluss zu erwerben, Praktika in Autohäusern zu absolvieren und ihre Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker oder zum Nutzkraftfahrzeugtechniker zu beginnen.

Abschlussprüfungen laufentrotz Pandemie normal weiter

Wie Kirschberg bestätigt, sind aber derzeit Auszubildende und Lehrkräfte froh, dass das Berufsschulzentrum wieder die Arbeit aufgenommen hat. „Wir hatten zwei Monate lang geschlossen." Seit 16. Mai hat der Schulbetrieb an der Gothaer Berufsschule wieder begonnen, allerdings noch in abgespeckter Funktion. So wurde zunächst ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet, welches an die 1500 Berufsschüler weitergereicht wurde.

In den Gebäuden gilt Maskenpflicht, und die Arbeitsgeräte wie Computer oder Werkzeuge werden von Berufsschülern und Lehrern nach jeder Unterrichtsstunde desinfiziert. Da die Klassenstärke zumeist bei 30 Berufsschülern liegt, wurde zunächst mit zehn Mann begonnen, jetzt ist man bereits bei 60 Prozent der Klassenauslastung angekommen. Unbeeindruckt durch die Corona-Pandemie laufen die Abschlussprüfungen weiter. „Als wir geschlossen hatten, sind den Azubis die Aufgaben online zugeselltet worden. Auch das hat sehr gut funktioniert“, erzählt Kirschberg. Enttäuscht sei er, dass keine Freisprechungen für die Azubis stattfinden konnten. Dabei hatte die Berufsschule alles bereits organisiert. Es sei der erste Jahrgang, der seine Zeugnisse per Post zugeschickt bekommen hat.

Der Schulleiter hofft, dass bald die Normalität in der Berufsschule einzieht. Doch bis dahin gelten die Regeln des Hygienekonzeptes, dessen Umsetzung auch vom Schulträger und dem Kreis-Gesundheitsamt regelmäßig kontrolliert wird. „Wir passen das Konzept ständig an“, sagt Kirschberg.