Gothaer Eltern sollen weiter entlastet werden

Conny Möller
Haben das Wohl der Kinder und Eltern im Blick: Isabelle Lux, Abteilungsleiterin Schul- und Kindergartenverwaltung, Amtsleiter Marco Brand und Beigeordneter Peter Leisner (von links).

Haben das Wohl der Kinder und Eltern im Blick: Isabelle Lux, Abteilungsleiterin Schul- und Kindergartenverwaltung, Amtsleiter Marco Brand und Beigeordneter Peter Leisner (von links).

Foto: Conny Möller

Gotha.  Der Gothaer Stadtrat soll über die weitere Bezuschussung der Essensversorgung in den Kindergärten einen Beschluss fassen.

Seit vier Jahren bezuschusst die Stadt Gotha ihre kommunalen Kindertagesstätten und die der freien Träger mit rund 1,1 Millionen Euro. Die freiwilligen Leistung kommen der Gemeinschaftsverpflegung zugute. Das soll in diesem Jahr fortgesetzt werden, kündigt Beigeordneter Peter Leisner (SPD) an. Der Gothaer Stadtrat stimmt auf seiner heute stattfindenden Ratssitzung über den Beschluss ab.

Mit der Bezuschussung sollen die Eltern der Kindergartenkinder beim Essensgeld entlastet werden. Grund: Der Gesetzgeber verlangt seit 2018, dass die Eltern neben dem üblichen Portionsgeld für Essen und Getränke auch die Kosten für die Vor- und Nachbereitung, sprich Portionieren der Speisen auf dem Teller, Abwaschen sowie die Entsorgung der Speisereste zahlen sollen. Für die Höhe der Kosten sind auch die finanziellen Aufwendungen für das technische Personal in den Kindergärten verantwortlich, erklärt Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD).

Im November des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat die Bezuschussung der Gemeinschaftsverpflegung bis 31. Juli diesen Jahres gesichert. Jetzt muss die Stadtverwaltung eine neue Grundlage vorlegen, die der Stadtrat beschließen soll, so Kreuch weiter.

„Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft“, betont Leisner. Das sei besonders in einer Zeit wichtig, wo die Lebenshaltungskosten weiter ansteigen. Deshalb gelte die Bezuschussung auch für die acht Einrichtungen der freien Träger. Leisner: Auf die Eltern kämen jährlich durchschnittlich 568,26 Euro zu. Das sei bei Familien mit mehreren Kindern nicht zu leisten.

Ab 1. August werden die Kindergärten der Stadt von einem neuen Caterer mit Mittagessen versorgt. Die Probeessen haben auch Amtsleiter Marco Brand vom Schul- und Jugendamt überzeugt. Dann sollen noch zwei selbstkochende Einrichtungen auf die Catererversorgung umgestellt werden.