Gothaer Impfzentrum öffnet am Mittwoch

Gotha  In der Kastanienallee 8 in Gotha sollen im Januar pro Tag 72 Menschen geimpft werden, im Februar doppelt so viele

Hannelore Straube aus Arnstadt hat für diesen Freitag einen Termin im Impfzentrum Gotha und sich mit ihrem Mann Kurt am Montag schon mal angeschaut, wo sie zum Impfen hin muss.

Hannelore Straube aus Arnstadt hat für diesen Freitag einen Termin im Impfzentrum Gotha und sich mit ihrem Mann Kurt am Montag schon mal angeschaut, wo sie zum Impfen hin muss.

Foto: Claudia Klinger

Am Mittwoch, dem 13. Januar, soll das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Gotha als eins von zunächst 14 in Thüringen seine Arbeit aufnehmen. Es befindet sich in der Kastanienallee 8 in Gotha in den Räumen einer ehemaligen Arztpraxis. Hannelore Straube aus Arnstadt hat dort für diesen Freitag einen Termin. „Mein Sohn hat ihn mir übers Internet reserviert“, sagt die 80-Jährige. Am Montag ist sie mit ihrem Mann Kurt extra schon mal nach Gotha gekommen, um zu schauen, wo sich die Impfstelle genau befindet, damit am Freitag dann alles klappt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Live-Blog

„Ja, hier klingeln auch immer mal wieder Leute“, sagt Manuela Junghans, die Managerin der Impfstelle für den Landkreis Gotha. Sie ist bei der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen angestellt, die wiederum im Auftrag des Landes die Impf-Aktion im Freistaat organisiert. Manuela Junghans richtet noch die Räume fertig ein, damit es am Mittwoch losgehen kann. Aufsteller weisen bereits im Treppenhaus den Weg, und die Türen haben schon Schilder wie Anmeldung, Sprechzimmer, Impfraum und Wartezimmer.

Gerade packt sie ein Schild mit einem Piktogramm für Rollstuhlfahrer aus. „Wir montieren noch eine extra Klingel für gehandicapte Menschen.“ Denn um in die Impfstelle zu kommen, müssen einige Treppenstufen überwunden werden. Manuela Junghans: „Das ist kein Problem, da helfen uns bei Rollstuhlfahrern kräftige Männer von der Bundeswehr und von der Security. Ich weiß, dass es Kritik gegeben hat.“

Joachim Leibiger, der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, hatte den Standort als kritisch bewertet. Denn die Gothaer Impfstelle sei nicht barrierefrei – wie auch die Impfstellen in der Stadt Jena und im Ilmkreis. Das sei nicht mit dem Thüringer Inklusionsgesetz vereinbar.

Vorerst eine Schicht bis abends - ab Februar dann auch eine Schicht am Morgen

Im Januar sollen in Gotha trotzdem pro Tag von 14 bis 20 Uhr 72 Menschen in einer Schicht geimpft werden. „Es ist alles genau durchgetaktet. Deshalb wäre es gut, wenn diejenigen, die einen Termin haben, genau zur vereinbarten Zeit kommen. Nicht viel früher bitte, sonst müssten sie draußen vor der Tür warten. Das wollen wir vermeiden. Und natürlich auch nicht zu spät, weil sonst der Ablauf durcheinander kommt“, sagt Manuela Junghans.

Ab Februar soll in zwei Schichten von 8 bis 14 und von 14 bis 20 Uhr geimpft werden. „Die Termine bis Ende Februar sind schon alle vergeben. Da geht es ja dann auch mit den Zweit-Impfungen los.“ Denn für einen wirksamen Schutz sind vom derzeit verfügbaren Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer zwei Impfdosen im Abstand von etwa drei Wochen notwendig.

Geimpft wird gestaffelt entsprechend der Bestimmungen des Bundesgesundheitsministeriums nach Risikogruppen sowie in Abhängigkeit von den sicher verfügbaren Impfdosen für die mobilen Impfteams und Impfstellen. Höchste Priorität haben zunächst über 80-Jährige, Bewohner und Pflegekräfte von stationären Alten- und Pflegeheimen, medizinisches Personal insbesondere bei Rettungsdiensten, auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Impfstellen. In Thüringen haben die mobilen Teams bereits mit dem Impfen in Pflegeeinrichtungen begonnen. Auch medizinischem Personal in Kliniken wurde das Vakzin teilweise schon verabreicht.

Hinweis: Termine für die Impfzentren können nur per Telefon unter der Nummer 03643/ 4950 490 (8 bis 16 Uhr) oder über die Internetseite www.impfen-thueringen.de vereinbart werden.