Gothaer Weihnachtsmarkt startet am 21. November

Claudia Klinger
| Lesedauer: 3 Minuten
Der sanierte Hauptmarkt soll dieses Jahr ab dem 21. November bis zum 30. Dezember Schauplatz des Gothaer Weihnachtsmarktes werden – direkt unterhalb der Pferdetränke könnte eine Eisbahn stehen.

Der sanierte Hauptmarkt soll dieses Jahr ab dem 21. November bis zum 30. Dezember Schauplatz des Gothaer Weihnachtsmarktes werden – direkt unterhalb der Pferdetränke könnte eine Eisbahn stehen.

Foto: Claudia Klinger

Gotha.  Wer die Veranstaltung ausrichtet und wo sie stattfindet.

Auf dem sanierten Hauptmarkt soll dieses Jahr ein historischer Gothaer Weihnachtsmarkt stattfinden. Geplant ist das Spektakel nach jetzigem Stand vom 21. November bis zum 30. Dezember, teilte die Stadt auf Nachfrage mit. Mit der Ausrichtung beauftragt wurde laut Stadtsprecher Maik Märtin die Firma MSE Projektentwicklung & Vermarktung, die in Kooperation mit der städtischen Kultourstadt GmbH schon zuvor etliche Weihnachtsmärkte in Gotha organisiert hatte.

Dieses Unternehmen habe als einziger Anbieter ein Angebot abgegeben, nachdem die Stadt Gotha die Betreibung des Weihnachtsmarktes ab 2021 neu ausgeschrieben hatte. Bereits im vergangenen Jahr war alles vorbereitet worden – damals auf dem Neumarkt, weil auf dem Hauptmarkt noch gebaut wurde. Angesichts der strengen Corona-Regeln war das Festgelände sogar eingezäunt und hatte Zu- und Ausgang. Doch kaum eröffnet, musste der Weihnachtsmarkt angesichts steigender Corona-Fallzahlen und verschärfter Beschränkungen wenige Tage später wieder schließen.

Animationen zeigen, wie der Weihnachtsmarkt aussehen könnte

„Da wir mit diesen Erfahrungen erst einmal abwarten wollten, wie es sich dieses Jahr entwickelt, haben wir den Weihnachtsmarkt zwar vorbereitet, aber bisher noch kaum beworben“, sagt Projektkoordinator Maik Hinkel von der Firma MSE. Ende dieser Woche wolle er mehr über das Angebot und die geplanten Attraktionen bekannt geben.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens lässt sich anhand von Animationen schon ein wenig erahnen, wie der neue Gothaer Weihnachtsmarkt aussehen könnte. Laut diesen Zeichnungen reihen sich Verkaufshütten entlang der Außenseiten der drei Inseln auf dem oberen Hauptmarkt, entlang des Rathauses sowie auf dem unteren Hauptmarkt aneinander. Dort ist auf der Westseite ein Tor gestaltet – auf der Südseite steht der in Gotha bereits bekannte begehbare Schwibbogen, der einen Glühweinausschank beherbergt. In der Mitte des unteren Hauptmarktes soll ein großer Weihnachtsbaum für Stimmung sorgen, um den eine Kindereisenbahn fährt. Ein zweiter großer Weihnachtsbaum steht zwischen erster und zweiter Insel vom Rathaus aus auf dem oberen Hauptmarkt.

Klimaneutrale Eisbahn wurde in der Ausschreibung gefordert

Die Schlossmühle, ein Restaurant – früher auf dem Neumarkt aufgebaut –, könnte an der Nordseite des Rathausportals ihren Platz finden. Unterhalb der Pferdetränke ist eine Eisbahn erkennbar. Die Ausschreibung der Stadt hatte eine klimaneutrale Eisbahn und ein Kinderfahrgeschäft gefordert. Zudem sollen an den Ständen neben kulinarischen Angeboten auch kunsthandwerkliche Erzeugnisse feilgeboten werden. Ziel des Veranstalters sei es, in mehreren Schritten den Weihnachtsmarkt komplett zu digitalisieren und als 3D-Animation mit allen Angeboten und Highlights virtuell begehbar zu machen, so Maik Märtin.

Ob es auch wieder einen Weihnachtsmarkt im Hof des Schlosses Friedenstein geben wird, der im vergangenen Jahr zumindest mit seiner Eisbahn trotz strenger Corona-Regeln geöffnet bleiben konnte, sei noch nicht klar. „Bisher ist keine Veranstaltungsanzeige oder ein anderer Antrag eingegangen, welcher darauf schließen lassen würde, dass auf dem Schloss ein Weihnachtsmarkt stattfinden soll“, erklärt der Stadtsprecher.