Guten Morgen

Guten Morgen, Gotha: Aushänge an Pinnwänden

Conny Möller

Conny Möller

Foto: Peter Riecke

Conny Möller über Hilfe für die Flutopfer in den Katastrophengebieten.

Kennen Sie das „Schwarze Brett“, an dem zu DDR-Zeiten mit Aushängen zu Neuerervorschlägen, Auszeichnungen oder Betriebsversammlungen informiert wurde? Wer denkt, das gibt es nicht mehr, der irrt. Die klassischen „Schwarzen Bretter“ haben nur ihren Namen geändert. Heute sind es Pinnwände, die in Städten und Gemeinden, Schulen und Wohnhäusern zu finden sind. Die meisten wurden bereits durch ein digitales Informationssystem ersetzt. Das Prinzip ist das gleiche - schließlich geht es um die Bekanntgabe wichtiger Infos.

Interessant ist, was an den Pinnwänden alles so angehangen wird. Studenten in Universitäten kennen das sicher, wenn sie auf Wohnungssuche sind. Aber auch in ländlichen Regionen will man auf Aushänge nicht verzichten, teilen sie doch mit, was gerade aktuell im Dorf passiert. Bestes Beispiel hierfür ist die Situation tausender Menschen in den Flutgebieten. Ihnen gilt unsere Hilfe und Aufmerksamkeit.

Da müssten Flugblätter an Pinnwänden wie Nachbarschaftsstreitigkeiten nach Art von „Maschendrahtzaun und Knallerbsenstrauch“, Geruchsbelästigungen oder ruhestörender Lärm weit in den Hintergrund rücken. Grund: Viele der Flutopfer kämpfen ums Überleben und können über solche Aushänge nur wahrlich lächeln.