Guter Kaltstart mit vier Neuen

Dachwig  Fußball-Thüringenligist FC An der Fahner Höhe bietet dem Regionalligisten Meuselwitz beim 0:2 im ersten Testspiel Paroli

Der erst 18-jährige offensive Mittelfeldspieler Rico Baumgart (links) war einer von vier Neuzugängen, die beim FC An der Fahner Höhe von Beginn an spielten.

Der erst 18-jährige offensive Mittelfeldspieler Rico Baumgart (links) war einer von vier Neuzugängen, die beim FC An der Fahner Höhe von Beginn an spielten.

Foto: Marcel Minar

Gerade einmal zwei Wochen nach dem letzten Punktspiel der abgelaufenen Saison hat Fußball-Thüringenligist FC An der Fahner Höhe bereits die Spielzeit 2019/20 eingeläutet. In Dachwig empfing die Mannschaft von Trainer Tobias Busse mit dem Regionalligisten ZFC Meuselwitz gleich einen prominenten Gegner. „Es ist eine Auszeichnung, wenn ein Regionalligist nach Dachwig kommt“, meinte Busse. „Und ich bin sehr zufrieden, dass wir so gut mitgehalten haben.“

Denn beim 0:2 gegen den zwei Klassen höher spielenden Gegner schaffte es sein Team, diesen Klassenunterschied über weite Strecken der Partie zu verwischen. Schon im Mittelfeld gelang es dem Gastgeber, durch gutes Pressing und geschicktes Verschieben die Angriffsbemühungen der Zipsendorfer oftmals zeitig zu bremsen. Und das, was doch durchkam, bereinigte die Abwehr durch kompakte Deckungsarbeit und intensive Zweikampfführung. Nur zweimal waren die Fahnerschen nicht auf der Höhe, und das nutzte Meuselwitz effizient. In der 26. Minute hatten die Gäste nach einem Einwurf im Mittelfeld zu viel Platz, spielten den Ball exakt durch die Gasse, sodass René Weinert zum 0:1 ins lange Eck vollenden konnte. Und kurz nach der Pause kombinierte sich das Team von Heiko Weber per Doppelpass bis auf die Grundlinie durch, legte flach auf den nicht eng genug gedeckten Alexander Dartsch quer, der am kurzen Pfosten zum 0:2 einschoss (56.). „Wir haben zwar auch gute Angriffe eingeleitet, aber vorn fehlte es uns an Durchschlagskraft“, sah Busse keine glasklaren Chancen seiner Elf.

In dieser spielten gleich alle vier Neuzugänge, die der Verein bislang fix machen konnte, von Beginn an. Im Tor stand Max Bresemann (24) – in Erfurt kein Unbekannter, schließlich durchlief er den Nachwuchs des FC Rot-Weiß und wohnt in der Domstadt. Er kam vom Oberligisten Einheit Rudolstadt, wo er seinen Stammplatz zuletzt verloren hatte. In der Innenverteidigung begann Dimo Raffel (27) neben Artur Machts. Raffel spielte zuletzt für Weida in der Thüringenliga, hat aber auch Oberligaerfahrung. Offensiv konnten Rico Baumgart (18/von Großengottern) und Norman Müller (29/FC Erfurt Nord) gute Akzente setzen.

Alle vier Neuen sind für Trainer Busse echte Alternativen für die Startelf und wichtige Verstärkungen für den in der letzten Saison zu dünn besetzten Kader. Dennoch sieht Busse weiterhin Handlungsbedarf „im offensiven Bereich“. Er wünscht sich einen weiteren Stürmer, da Daniel Trübenbach mit Schambeinentzündung noch auf unbestimmte Zeit ausfällt und sich sein Team in den letzten Monaten hin und wieder mit dem Toreschießen schwer tat.

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