Im Landkreis Gotha fahren immer mehr Elektroautos

Gotha.  Um knapp 1200 Autos ist der Verkehr auf den Straßen im Kreis Gotha im Jahr 2019 gewachsen. Behördengänge sollen bald auch online möglich sein.

Mehr als 300 im Kreis Gotha angemeldete Fahrzeuge tragen im Kennzeichen das „E“ für Elektrofahrzeug am Ende, wie das E-Trabi-Cabrio der Stadtwerke Gotha. Auf den Straßen des Landkreises sind tatsächlich weitaus mehr E-Autos unterwegs.

Mehr als 300 im Kreis Gotha angemeldete Fahrzeuge tragen im Kennzeichen das „E“ für Elektrofahrzeug am Ende, wie das E-Trabi-Cabrio der Stadtwerke Gotha. Auf den Straßen des Landkreises sind tatsächlich weitaus mehr E-Autos unterwegs.

Foto: Patrick Krug (Archiv-Foto)

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Auf den Straßen des Landkreises wird es voller. 108.932 Fahrzeuge kamen am Stichtag 2019 auf 135.000 Einwohner – 1193 mehr als ein Jahr zuvor. Mit 7326 Neuanmeldungen verzeichnete die Zulassungsbehörde ein Rekordjahr. Landrat Onno Eckert (SPD) sieht im Zuwachs der Fahrzeuge Herausforderungen für den Kreis, sei es die Parkplatzsuche oder der Druck auf viel befahrene Ortsdurchfahrten wie in Schwabhausen.

Um 65 Prozent besonders gewachsen ist der Bestand an Elektrofahrzeugen, wie aus Zahlen des Gothaer Landratsamtes hervorgeht. 844 voll- und teilelektrisch betriebene Fahrzeuge sind 2019 im Landkreis angemeldet gewesen. Verdoppelt hat sich darin die Zahl der ausschließlich batteriebetriebenen Gefährte auf 287. Bei Hybridmodellen wird der Benziner bevorzugt.

Elektrisch fahren ist anhaltender Trend

305 Gothaer Kfz-Kennzeichen enden mit einem „E“, dem Zeichen für Elektroautos, denen Privilegien wie Gratisparkplätze gewährt werden. 1851 Fahrzeuge fahren mit einem GTH-Kennzeichen, obwohl ihr Zulassungsbereich ein anderer ist. 2200 Fahrer haben sich mit fremden Kennzeichen bei der Gothaer Zulassungsstelle angemeldet.

An 30 Standorten im Kreis können E-Auto-Besitzer Fahrzeuge aufladen. 20 davon sind rund um die Uhr zugänglich. Sieben mal finden sich im Landkreis Schnellladesäulen. An einem Großteil der Ladestationen kann ohne vorherige Registrierung bezahlt werden. Das sogenannte Adhoc-Laden funktioniert mit Smartphone und Kreditkarten.

Mario Weigand, Leiter des Straßenverkehrsamtes, sieht im Zuwachs der Elektroautos einen bedeutsamen Trend: „Zwar machen die Elektrofahrzeuge im Gesamtbestand der Pkw bisher nur wenig mehr als ein Prozent aus, doch aufgrund ihrer hohen Zuwachsraten kann man inzwischen von einer anhaltenden Entwicklung sprechen.“

Asiatische Anbieter sind auf dem Vormarsch

Auf einem Niveau scheinen sich die Neuanmeldungen von Dieselfahrzeugen einzupegeln. 1253 Diesel-Autos machten 2019 27 Prozent der neuzugelassenen Pkw im Landkreis aus, 2018 waren es 26 Prozent. Noch 2017 waren 31 der Neuzulassungen Selbstzünder.

Bei neu angemeldeten Fahrzeugen sticht laut Zulassungsbehörde Hyundai heraus. Genau 800 Anmeldungen entfielen auf die koreanische Automarke. Mit 165 Fahrzeugen besonders beliebt war etwa das Modell Kona, ein Stadtgeländewagen (SUV). Von 833 auf 707 deutlich zurückgegangen sind hingegen die Neuzulassungen von Volkswagen. Gern fahren die Gothaer zudem Skoda, Opel und Renault.

Im elektrisch betriebenen Segment werden asiatische Hersteller von Gothaer Käufern bevorzugt, wie die Hyundai-Modelle Kona und Ioniq. Unter den Hybrid-Autos sticht der Toyota Auris heraus. Mit 48 Hybrid-Fahrzeugen ist der Audi A6 als einziges Modell eines deutschen Herstellers auf den Spitzenplätzen. Von der Luxus-Automarke Tesla sind 13 Fahrzeuge im Landkreis unterwegs. Exoten sind zudem ein Jaguar I-Pace und der Elektrotrabant der Gothaer Stadtwerke.

Zulassungsvorgänge sollen im Landkreis Gotha bald von zu Hause aus erledigt werden können. Ein in Thüringen bisher einzigartiges Onlineportal sollte bereits im Oktober 2019 an den Start gehen, nach technischen Komplikationen wird nun Mai 2020 angepeilt, wie Onno Eckert bestätigt.

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