Inselsberg: Wettbewerb entscheidet über Gestaltung auf dem Gipfel

Bad Tabarz  Landesentwicklungsgesellschaft sucht 2020 nach Ideen für das Plateau. Bis 2025 könnte der Umbau geschafft sein

Die Silhouette des Inselsberges macht den Gipfel zu einer der markantesten Erhebungen im Thüringer Wald. Bis 2025 soll das Plateau entwickelt werden, um mit Besucherzentrum, neuen Wegen, Grünflächen und Spielmöglichkeiten, aber auch neuen Parkplätzen attraktiver zu werden.

Die Silhouette des Inselsberges macht den Gipfel zu einer der markantesten Erhebungen im Thüringer Wald. Bis 2025 soll das Plateau entwickelt werden, um mit Besucherzentrum, neuen Wegen, Grünflächen und Spielmöglichkeiten, aber auch neuen Parkplätzen attraktiver zu werden.

Foto: Claudia Klinger

Ein neues Besucherzentrum, neu gestaltete öffentliche Freianlagen mit Wegen, Grünflächen, Aussichtspunkten und Spielbereichen sowie zusätzliche Parkplätze sind Ideen, die bei der Entwicklung des Inselsberg-Plateaus vordergründig genannt werden. Diese Projekte sind im „Zielkatalog 2025“ für die Inselsbergregion definiert, den die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums im ersten Halbjahr 2019 gemeinsam mit den regionalen Akteuren erarbeitet hat.

„Wir haben das angestoßen, weil uns die Entwicklung des Inselsberges am Herzen liegt“, sagt David Ortmann (SPD), der Bürgermeister von Bad Tabarz. „Dabei sind wir nicht allein. Auch Friedrichroda sowie Brotterode-Trusetal beteiligen sich mit ihren Verwaltungen und Vereinen.“

Im Thüringer Wald eine Schwerpunktregion

Die Gemeinde Bad Tabarz betreibt auf dem Inselsberg bereits einen Aussichtsturm samt Tourist-Information, der auch das höchst gelegene Trauzimmer Thüringens sowie moderne Ausstellungen zum Geopark und zum Naturpark Thüringer Wald zu bieten hat.

Geht es nach Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), dann besteht das touristische Ziel für die wohl markanteste Erhebung des Thüringer Waldes „in einer völligen Neuordnung der vorhandenen Infrastrukturen auf dem Plateau des Inselsbergs. Damit schaffen wir die Voraussetzung, um auch die dringend benötigten privaten Investitionen in Gastronomie und Hotellerie anzustoßen. Das Vorhandensein einer zukunftsfähigen Glasfaserversorgung bis in die Gebäude ist dabei Pflicht.“ Für den Breitbandausbau hat Bad Tabarz Fördermittel bekommen, die auch für den Inselsberg genutzt werden können (wir berichteten am Dienstag). Mit diesen Planungen sei die Inselsbergregion neben Masserberg und Oberhof eine von insgesamt drei Schwerpunktregionen im Thüringer Wald, die im Zuge der Umsetzung der Landestourismusstrategie 2025 gezielt touristisch entwickelt werden sollen.

Die LEG wolle im ersten Quartal 2020 einen europaweiten Realisierungswettbewerb starten, bei dem Architekten und Landschaftsgestalter ihre Entwürfe und Ideen für das Areal auf dem Inselsberg einreichen können. „Das Wirtschaftsministerium ist bereit, mit bis zu 90.000 Euro den größten Teil der Kosten zu übernehmen“, freut es David Ortmann.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen spätestens im vierten Quartal 2020 vorliegen. Neben der Errichtung eines Besucherzentrums sollen Wege und Grünflächen angelegt, neue Parkflächen geschaffen und soll die Erschießungsstraße zum Inselsberg erneuert werden. Ziel sei es, das Gesamtvorhaben bis 2025 abzuschließen. „Ein Baustart im Jahr 2021 ist möglich und realistisch“, sagt Wirtschaftsminister Tiefensee.

Für die stark sanierungsbedürftige Straße zum Inselsbergplateau hatte der Landkreis bereits 1,2 Millionen Euro in zwei Jahresscheiben für eine Reparatur vorgesehen. „Doch es gibt ein Förderprogramm, mit dem ein grundhafter Ausbau möglich wäre, der zu 90 Prozent gefördert werden könnte. Der Eigenanteil für den Landkreis würde dabei nur etwa die Hälfte der jetzt veranschlagten Reparaturkosten betragen“, so David Ortmann. „Wir brauchen die Straße auf jeden Fall – unabhängig davon, ob irgendwann mal die Idee einer Seilbahn zum Gipfel verwirklicht werden kann.“

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