Ja zur Widerspruchsregelung aus Gotha

Gotha.  Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski bedauert die Entscheidung des Bundestags zur Organspende. Thüringer Delegierte sind sich uneins.

Auf Organspendeausweisen konnte bisher angekreuzt werden, ob und welche Organe der Träger spenden würde.

Auf Organspendeausweisen konnte bisher angekreuzt werden, ob und welche Organe der Träger spenden würde.

Foto: Daniel Maurer / dpa

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Die Abgeordneten des Bundestags haben sich gegen eine Neuregelung von Organspenden entschieden. Für die Widerspruchslösung stimmte hingegen Tankred Schipanski (CDU), der für den Kreis Gotha und den Ilm-Kreis im Bundestag sitzt.

Schipanski bedauert den Beschluss, der kaum etwas an der aktuellen, für viele Patienten lebensgefährlichen Lage ändere: „Angesichts dessen, dass rund 10.000 vom Tode bedrohte Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan warten, halte ich es für zumutbar, dass man sich einmal im Leben mit der eigenen Spendenbereitschaft befassen und gegebenenfalls widersprechen muss.“

Anderer Meinung ist Christian Hirte (CDU), Abgeordneter für Eisenach, den Wartburgkreis und den Unstrut-Hainich-Kreis. Er stimmte für die Zustimmungslösung, die stärkere Information über Organspende vorsieht. Zudem soll die Spendebereitschaft im Personalausweis und in einem Onlineportal vermerkt werden.

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