Kiebert schießt Ohratal an die Spitze

Ohrdruf  Überragend aufspielender Kapitän trifft dreifach beim 4:1-Heimsieg im Gipfeltreffen

Ohratal ließ viele Chancen liegen – eine vergibt hier Steven Reinhold.

Ohratal ließ viele Chancen liegen – eine vergibt hier Steven Reinhold.

Foto: Ralph Frank

Der FSV Ohratal ist neuer Tabellenführer der Landesklasse Staffel 3. Bei herrlichem Spätsommerwetter gewann die Storch-Elf das Gipfeltreffen mit 4:1 und fügte dem FC Eisenach die erste Niederlage seit dem 31. März (ebenfalls gegen Ohrdruf) zu.

Mit dem Anpfiff legte das Heimteam gleich los wie die Feuerwehr, es waren erst wenige Sekunden gespielt, da lief Schönau auf den Gästekeeper zu und verzog nur um wenige Zentimeter. Gleiche Situation in der 8. Spielminute, nur diesmal lief Reinhold allein auf das Tor zu. Er umkurvte Renic, aber dieser machte es clever und drängte den Angreifer nach außen. Die Eisenacher versuchten meist kompakt und defensiv zustehen. Nach vorn lauerten sie auf Fehler des Heimteams, die in der ersten Halbzeit rar gesät waren. Die Mannen vom Goldberg versuchten ihr Spiel zu variieren, mal über Kurzpass, mal war der lange Ball gefragt. Beides funktionierte perfekt, was sich zunächst aber nicht im Ergebnis widerspiegeln sollte. Chancen von Jüngling (15.), Jung (28.) und Reinhold (32.) verpufften alle ausnahmslos.

Wie es gemacht wird, zeigte der wieder überragende Kapitän Philipp Kiebert, der sich am Strafraum im Doppelpass mit Jung freispielte und dann den Ball mit Dynamik unhaltbar ins Tor bugsierte (36). In der 42. Spielminute war es der FC Eisenach, der seine erste und einzige echte Torchance der ersten Hälfte kreierte. Doch J. Wiesner traf nur das Außennetz.

Eisenach war nach Wiederbeginn nun galliger und zweikampfstärker. Das Heimteam fand in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit keinen Zugriff, was prompt bestraft wurde. In der 48. Minute fasste sich Gästekapitän Scholz ein Herz und traf per Sonntagsschuss. Ein Traumtor, welches natürlich den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Ohratal musste sich erstmal schütteln und das Gegentor verdauen. Ab Spielminute 56. ging es aber wieder nur in eine Richtung. In der 61. Minute konnte Eisenachs Abwehr den durchgebrochenen Ludewig im Strafraum nur durch ein Foul stoppen. Da blieb der sehr gut und unaufgeregt leitenden Schiedsrichterin Nora Dieckmann keine andere Entscheidung als Strafstoß übrig. Kiebert verwandelte nervenstark.

Der Sekundenzeiger sollte sich nur fünfmal drehen, bis wieder der Ohrataler Kapitän zuschlug. Diesmal, schön frei gespielt über Beese und Schönau, zog er trocken ins lange Eck zum 3:1 (67.) ab. Gefühlt war das Spiel somit entschieden. Obwohl der FC Eisenach nicht enttäuschte, war der Gast dem Gegner spielerisch klar unterlegen. In der Nachspielzeit setzte Jung mit dem 4:1 den Schlusspunkt.

Einziger kleiner Wermutstropfen für den neuen Spitzenreiter war die Verletzung von Ludewig.

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