Kreis Gotha: Elf Pleiten in zwei Monaten

Kreis Gotha.  So viele Bankrotterklärungen aus dem Kreis Gotha landeten in diesem Jahr vor den Thüringer Amtsgerichten.

Leere Taschen: Weil sie nicht mehr zahlungsfähig sind, haben in den vergangenen Monaten mehr als 1000 Thüringer Privatpersonen Insolvenz beantragt. (Symbolbild)

Leere Taschen: Weil sie nicht mehr zahlungsfähig sind, haben in den vergangenen Monaten mehr als 1000 Thüringer Privatpersonen Insolvenz beantragt. (Symbolbild)

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

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Die Thüringer Amtsgerichte haben von Januar bis Oktober 2019 über 1895 Insolvenzverfahren entschieden. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik bekannt gibt, sind darunter auch 104 Insolvenzen aus dem Landkreis Gotha. Nach ersten Einschätzungen im Oktober sind innerhalb von zwei Monaten elf Gothaer Insolvenzen hinzugekommen.

Nunmehr werden 14.275 Euro von den nicht mehr zahlungsfähigen Unternehmen und Privatpersonen aus dem Kreis gefordert. Thüringenweit warten Gläubiger auf rund 470 Millionen Euro, heißt es. Im Kreis Gotha wurden in zehn Monaten 108 Insolvenzen angemeldet, drei davon wurden mangels Insolvenzmasse abgewiesen. In einem Fall war ein Schuldenbereinigungsplan die Lösung, so dass 104 Insolvenzverfahren eröffnet wurden.

2019 seien drei Arbeitnehmer aus Gotha von Insolvenzen betroffen gewesen, teilt das Statistische Landesamt mit, wobei nicht bei allen Verfahren die Zahl der Beschäftigten bekannt sei. Dennoch sind es wenige im Vergleich zum Ilm-Kreis mit 703 Betroffenen.

Um 8,3 Prozent gesunken ist die Zahl der Insolvenzanträge im Vergleich zum selben Zeitraum in 2018. Jede zehnte Pleite wird in Thüringen von einem Unternehmen angemeldet. Fast 90 Prozent der Schuldner sind Gesellschafter und Personen, die ehemals selbstständig waren.

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