Lahme Technik in moderner Zeit

Claudia Klinger über Satire, die für die Tabarzer nicht lustig ist.

Claudia Klinger

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Foto: Peter Riecke

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In der vergangenen Woche haben wir darüber berichtet, dass die Gemeinden Bad Tabarz und Leinatal eine Kooperationsvereinbarung mit der Thüringer Netkom GmbH Weimar unterzeichnet haben, die ihnen bis 2022 schnelles Internet bescheren soll. Rund 640 Haushalte, 49 Unternehmen und Betriebe sowie sechs öffentliche Einrichtungen und Schulen erhalten so Zugang zu zuverlässiger Breitbandkommunikation auf Glasfaserbasis.

Das wird auch Zeit. Denn die Situation ist bisher manchmal unerträglich in den eigentlich modernen Zeiten, in denen wir leben. Das hat den Bad Tabarzern inzwischen sogar mediale Berühmtheit eingebracht. Beim „Bericht aus Berlin“ der ARD Ende September wurde gezeigt, wie Bürgermeister David Ortmann (SPD) nicht telefonieren kann – die Anlage läuft digital – , weil sein Kämmerer gerade Zahlen per Internet übertragen muss.

Am 22. November hat die Satire-Sendung „Heute-Show“ im ZDF diesen Ausschnitt aufgegriffen, was nicht jeder in Bad Tabarz lustig fand. Denn das lahme Internet schafft eher Frust als Vergnügen, und das nicht nur im Rathaus des Kurortes.

Doch nun scheint ja ein Ende der unzumutbaren Verhältnisse in Sicht. Ob die traurige Berühmtheit dazu beigetragen hat, dass die Fördermittelgeber wenige Wochen nach dem „Bericht aus Berlin“ grünes Licht für den dringend notwendigen Breitbandausbau erteilt haben, sei dahingestellt.

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