Martin Armenats Traum vom Spartathlon wird wahr

Delmenhorst  Läufer aus Ohrdruf schafft beim „24-Stunden-Burginsellauf“ mit 225 Kilometern die Norm für Ultramarathon auf historischer Strecke

Martin Armenat (li.) und Peter Flock in Delmenhorst

Foto: Gunter Rothei

Während vergangenen Samstag Thüringens Läufer auf dem Rennsteig unterwegs waren, stand für zwei Ultraläufer vom Lauffeuer Fröttstädt ein wichtiger 24-Stundenlauf im Norden auf dem Programm. Die für Lauffeuer Fröttstädt startenden Peter Flock (Gebesee) und Martin Armenat (Ohrdruf) hatten sich bereits am Freitag auf den Weg nach Delmenhorst bei Bremen gemacht, um dort am 24-Stunden-Burginsellauf teilzunehmen. Begleitet wurden sie von Gunter Rothe (Fröttstädt) und Aurel Weber (Leina), die als Helfer für die Versorgung während des Laufes zuständig waren.

Ziel war, die Qualifikation für den Spartathlon 2020 zu erreichen. Dies bedeutet 180 km zu laufen, dann steht man auf der Bewerberliste und daraus werden die Teilnehmer gelost. Für einen sicheren Startplatz ohne Auslosung werden 225km benötigt – und das war das Ziel! Spartathlon ist ein Ultramarathon über eine Strecke von 246 km, der in Griechenland seit 1983 veranstaltet wird. Die historische Strecke von Athen nach Sparta muss dabei in einem Zeitlimit von 36 Stunden zurückgelegt werden.

Am Samstag 12 Uhr ging es los, 196 Teilnehmer liefen auf dem 1205m langen Kurs bei guten Laufbedingungen im Kreis. Nach etwa der Hälfte des Rennens hatte sich Martin Armenat bereits deutlich von der Konkurrenz abgesetzt und führte zeitweise mit fünf Runden Vorsprung. Bei Peter Flock lief es ab Mitternacht nicht mehr so gut, Krämpfe zwangen ihn immer wieder zu Pausen und sein Ziel, die 225 km zu schaffen, rückte in weite Ferne. Aber auch Martin Armenat musste seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen, die Konkurrenz rückte näher. Besonders der Berliner Patrick Hösl, der bereits einige Mal über diese Distanz im Nationaltrikot gelaufen war, spielte jetzt seine ganze Routine aus. Der für die LG Ultralauf startende Hösl konnte sein Tempo gleichstark durchlaufen und Armenat zum Schluss deutlich distanzieren. Er gewann mit unglaublichen 243,045 km. Kurz vor Schluss musste Armenat auch noch den Polen Weglinski vorbei lassen. Am Ende standen aber für Martin Armenat nach 24 Stunden 225,335km auf der Ergebnisliste und damit ein sicherer Startplatz für den Spartathlon 2020!

Peter Flock wird indes im August beim Berliner Mauerweglauf versuchen, die Qualifikation für einen sicheren Startplatz zu erreichen, dann müssten die 161 km in 15 Stunden und 45 Minuten gelaufen werden. 2017 war er mit 15:47 h schon mal ganz dicht dran ...

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