Neuer Anbieter für ambulante Pflege in Waltershausen

Waltershausen.  Auf viel Herz und eine faire Bezahlung setzt Christiane Merbach mit dem Pflegedienst, der ab 1. August in Waltershausen im Einsatz ist.

Mit einem fünfköpfigen Team startet Christiane Merbach (Mitte) in die Selbstständigkeit. Ihre Kolleginnen sind Marianne Vornhausen (von links), Maren Trautmann, Denise Döring und Franziska Gartoff.

Mit einem fünfköpfigen Team startet Christiane Merbach (Mitte) in die Selbstständigkeit. Ihre Kolleginnen sind Marianne Vornhausen (von links), Maren Trautmann, Denise Döring und Franziska Gartoff.

Foto: Victoria Augener

„Hallo Mensch“ ist das Motto der Firma Pflege Aktiv Merbach. Nachdem sie jahrelang selbst in der Pflege tätig war, setzt Inhaberin Christiane Merbach große Hoffnung in die Selbstständigkeit. „Ich habe Dinge erlebt, die ich besser machen will“, sagt sie. Am 1. August nimmt der neue ambulante Pflegedienst in Waltershausen den Betrieb auf.

Erst war es nur eine Idee, einen Pflegedienst nach eigenen Vorstellungen zu gründen. Die Idee hielt sich hartnäckig. Nun hat sich Christiane Merbach in der Fröttstädter Straße in Waltershausen eingerichtet, offenbar genau zur richtigen Zeit. Die Nachfrage nach ambulanter Pflege sei unwahrscheinlich groß. Mit vier Angestellten startet Merbach nun, später sollen auch Auszubildende dazukommen. Den Schein zum Praxisanleiter hat eine Kollegin schon fast in der Tasche. Bei der Suche nach kompetenten Mitstreitern halfen vor allem persönliche Kontakte, sagt Merbach. Bis vor einem dreiviertel Jahr war sie selbst noch angestellt.

Schutzkleidung und Desinfektion sind teurer

Die Pandemie macht die Pflegearbeit nicht einfacher. Schutzkleidung und Desinfektionszeug seien um ein Vielfaches teurer geworden. Penible Hygiene sei in ihrem Beruf jedoch nichts Neues, sagt Pflegerin Maren Trautmann. Patienten und Angehörige muss sie jedoch oft die Angst vor dem Virus nehmen. „Für sie bin ich Pflegerin, Apothekerin, Vertraute in einem.“ Obendrauf ist Trautmann auch dreifache Mutter, eine Erfahrung die sie mit fast all ihren Kolleginnen teilt. Somit ist das gegenseitige Verständnis groß.

Die besonders persönliche Herangehensweise ihrer Chefin an die Pflege schätzt Trautmann, auch durch ihre eigene Erfahrung als Palliativfachkraft. Die Sterbebegleitung müsse sich verändern glaubt sie, die Bedürfnisse von Palliativpatienten mehr wahrgenommen werden. Und natürlich auch die Wertschätzung der Pflegenden, doch damit sei der neue Pflegedienst auf einem guten Weg, denn Christiane Merbach bezahlt nach Tarif.