Guten Morgen Gotha

Nötiges Bekenntnis zur Fachschule in Gotha

Redakteurin Victoria Augener

Redakteurin Victoria Augener

Foto: Lutz Prager

Victoria Augener schreibt über die Wurzel des Fachkräftemangels in Gotha, der im Umgang mit der Fachschule liegt.

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Doch wenn es darum geht, den Auslösern auf den Grund zu gehen, weicht der Tatendrang schnell Ratlosigkeit.

Von den rund 500 Männern und Frauen, die in Gotha die Fachschule besuchen, kommt ein Großteil aus anderen Landkreisen und sogar aus anderen Bundesländern. Sie nehmen weite Wege für ihre Aus- und Weiterbildung in Kauf, weil ihre Studienfächer kaum woanders angeboten werden. In Gotha finden sie aber kaum noch eine bezahlbare Unterkunft, seit auch das letzte Fachschulwohnheim am Campus in der Eisenacher Straße geschlossen hat. In der Folge brechen sie nicht selten ihr Studium ab.

Der Zustand der Wohnheime zeigt, wie lange die Fachschule schon vernachlässigt wurde. Die Investition, die die Sanierung eines Gebäudes samt Mensa erfordert, ist nicht klein und der Aufwand kaum zu überschauen. Doch dieser Schritt ist nötig, um die Fachkräfte in der Region zu halten, die schon jetzt so dringend gebraucht werden. Und nötig ist auch ein Bekenntnis des Landes zum Erhalt Fachschule. Denn davon spüren vor allem die Schüler aktuell wenig.