Ohrdrufer Schüler bauen zukunftsträchtige Welten

Ohrdruf.  Das Solardorf Kettmannshausen ist mit Projekttagen zu Gast in der Grundschule Ohrdruf.

Luca Siewert und Aron  Schultze (sitzend) haben wie ihre Mitschüler im Rahmen von Projekttagen des Solar-Dorfes Kettmannshausen in der Grundschule Ohrdruf ein E-Bike gebaut, das von Solarstrom angetrieben wird.

Luca Siewert und Aron Schultze (sitzend) haben wie ihre Mitschüler im Rahmen von Projekttagen des Solar-Dorfes Kettmannshausen in der Grundschule Ohrdruf ein E-Bike gebaut, das von Solarstrom angetrieben wird.

Foto: Wieland Fischer

Wischen, ziehen, loslassen. Viertklässer der Grundschule Ohrdruf bauen kleine Welten. Sie projektieren mit Laptops Häuser – dreidimensional. Bernd Vogt und Hartmut Stark vom Solar-Dorf Kettmannshausen bei Arnstadt geben ihnen an zwei Unterrichtstagen Einblicke in 3D-Welten und Antriebe mit Solarenergie. Während die eine Gruppe Häuser projektiert, am Ende ein Rad mit 3D-Drucker herstellt, baut die zweite Gruppe mit Teilen von Setzkästen Mini-E-Bikes, die Energie von einem Solarstromkreis erhalten.

Manche Schüler lassen selbst in der Pause nicht von ihrer zukunftsträchtigen Beschäftigung ab. Diese Begeisterung stellt Bernd Vogt immer wieder bei Projekttagen des Solar-Dorfes in Schulen thüringenweit fest.

Die Kettmannshäuser tragen praktische Anwendungen von Solarenergie in die Schulstuben hinein. Sie machen zum zweiten Mal in der „Carl Eduard Meinung“-Grundschule Station. „Für uns ist das eine ganz tolle Sache“, sagt Schulleiter Jörg Bauer. Die Auseinandersetzung mit erneuerbarer Energie werde auch im Grundschullehrplan angebahnt.

Schul-Förderverein und Schulverwaltung haben den Besuch der Solar-Dorf-Mitarbeiter finanziell ermöglicht. Der läuft auch nach dem von der Schulkonferenz beschlossenen Hygienekonzept ab. Das habe mit dazu beigetragen, dass es bislang noch zu keiner Infektionen im Schulbetrieb gekommen sei, sagt Jörg Bauer. Auch das Belüftungssystem im Schulerweiterungsbau sowie Stoßlüften sorge dafür.

Zurzeit werden im alten Gebäude der Grundschule etwa 165 Michaelis-Regelschüler unterrichtet. Derzeit werden die Außenwände und Fundament ihres Schulhauses in der Ohrdrufer Innenstadt stabilisiert. Das Neben- und Miteinander laufe reibungslos ab, sagt Bauer. Wegen versetzter Pausenzeiten beider Schulen gebe es so gut wie keine Kontakte. Am Morgen achte auch der Hausmeister darauf, dass Kinder mit Mund-Nasenschutz in die Schule kommen.