Parkplätze für Pkw und weniger Platz für Busse

Stadt Gotha schafft 47 neue Parkplätze in Innenstadtnähe. Für das Busfahren schafft das Probleme

Am Montag, dem 2. Dezember, wird noch eine kleine Grünfläche beseitigt. So entsteht wieder ein Pausenplatz für Busse.

Am Montag, dem 2. Dezember, wird noch eine kleine Grünfläche beseitigt. So entsteht wieder ein Pausenplatz für Busse.

Foto: Peter Riecke

Parkplätze für Personenkraftwagen, 47 insgesamt, werden zur Zeit auf dem Gelände des Zentralen Omnibusbahnhofes am Mühlgrabenweg eingerichtet. Die Markierungen auf der asphaltierten Fahrbahn sind längst erfolgt. In der vergangene Woche setzten Mitarbeiter des Bauhofes ein Betonbohrgeräte ein und setzen Poller. Noch ist laut Verkehrsschild dort nur für Busse die Einfahrt gestattet. Das werde sich kurzfristig ändern, antwortet die Stadtverwaltung Gotha auf Nachfrage. Die Parkplätze sollen zunächst unentgeltlich sein, aber in der Nutzungsdauer für vier Stunden begrenzt. Eine Parkscheibe muss eingelegt und die Ankunftszeit darauf eingestellt werden.

Für Personen, die ihren Arbeitsplatz in der Innenstadt haben, wären sie deshalb keine Perspektive. Kunden der Gastronomie und Geschäfte der Innenstadt hätten hochfrequentierte Straßen per ampelgeregeltem Fußgängerüberweg zu überwinden, aber mit der Ordonnanzgasse zumindest einen direkten Weg in die Innenstadt.

Ärger erzeugt die Regelung bei den Busfahrern. Das ergaben Recherchen unserer Zeitung. Bisher konnten sie ihre Fahrgäste dort an der Haltestelle aussteigen lassen, den Platz für den nachfolgenden Bus frei machen und im Bogen zu einem Warteplatz fahren und vorgeschriebene Pause haben. Jetzt ist der Platz zum Drehen weg, Rückwärtsfahren jedoch nur mit Einweiser erlaubt. Um den Pausenplatz zu erreichten, müsste der ZOB verlassen werden, an der Einmündung Friemarer Straße in den Mühlgrabenweg die neue Vorfahrt-Regelung beachtend eingefahren und dann als Linksabbieger wieder in den ZOB gefahren werden. Da viele Pkw-Fahrer das weite Ausschwenken nach rechts falsch interpretieren und insbesondere mit den längeren Bussen die Situation unübersichtlich wird, entstünden Gefahren.

Jana Glaser, Chefin der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Gotha, hält es auf Nachfrage grundsätzlich nicht für ausgeschlossen, den ZOB aufzugeben und die Flächen wie seit langem überlegt anderweitig zu nutzen. Jedoch müsste dann ein Ausgleich geschaffen werden, zum Beispiel am Rand der Huttenstraße. Die Stadt und das Landratsamt blieben zur Problemlösung weiter im Gespräch, heißt es von dort.

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