Pflanzentausch mit Expertentipps in Bad Tabarz

Bad Tabarz.  Der Gartenstammtisch hatte zur Staudenbörse eingeladen. Das Fachsimpeln ging bei monatlichen Treffen im Freien weiter.

Dorit Temme, Reinhard und Karin Kohls sowie Angelika Illner (von links) gehörten zu denen, die bei der Staudenbörse in Bad Tabarz Pflanzen mit anderen Gartenfreunden getauscht haben. Es handelte sich um eine Veranstaltung des Gartenstammtischs Bad Tabarz.

Dorit Temme, Reinhard und Karin Kohls sowie Angelika Illner (von links) gehörten zu denen, die bei der Staudenbörse in Bad Tabarz Pflanzen mit anderen Gartenfreunden getauscht haben. Es handelte sich um eine Veranstaltung des Gartenstammtischs Bad Tabarz.

Foto: Claudia Klinger

Jede Menge Autos waren am Dienstag gegen Abend im Hof der Verrückten Schule in Bad Tabarz geparkt. Alle standen mit offener Kofferraumklappe da, und zwischen den Fahrzeugen liefen Frauen und Männer mit Pflanzen in der Hand umher oder diskutierten vor Stiegen voller Grünzeug. Der Gartenstammtisch Bad Tabarz hatte zur Staudenbörse eingeladen.

Viele Gartenfreunde nutzten die Gelegenheit, zu groß gewordene Stauden zu teilen und abzugeben und dafür andere Pflanzen mitzunehmen. „Wir haben einige Kräuter mitgebracht, so Muskateller-Salbei. Den mögen Bienen, Holzbienen und das Taubenschwänzchen besonders“, sagt Hartmut Reske. Getauscht werden auch Dahlien-Knollen. „So können wir mal eine andere Sorte oder eine andere Farbe ausprobieren“, freut es Angelika Illner.

Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Gartenstammtischs Bad Tabarz, der sich seit März des vergangenen Jahres in der Regel einmal im Monat trifft. Die Gleichgesinnten nehmen sich immer ein spezielles Thema vor, natürlich passend zur Jahreszeit. „So haben wir uns vor unserer Börse mit dem richtigen Teilen von Stauden beschäftigt“, erklärt Angelika Illner.

Dabei hat ihnen erneut Horst-Dieter Wüstefeld zur Seite gestanden. Der Gärtnermeister im Ruhestand gibt bei den Treffen gern sein Wissen weiter. Auch zu Stauden weiß er einiges: „Diese Pflanzen soll man richtig auseinander nehmen. Sie brauchen das zum Verjüngen.“ Zudem rät er, Staudenbeete etwa alle fünf Jahre neu zu ordnen.

Der Gartenstammtisch hat inzwischen Mitglieder nicht nur aus Tabarz. Auch Wangenheimer und Schwabhäuser sind dabei. „Das ist schön, weil wir angesichts der Corona-Krise unsere Treffen jetzt immer draußen und reihum in unseren Gärten veranstaltet haben“, sagt Illner. Wie es mit den Treffen im Winter weiter geht, wisse sie noch nicht. „Wir versuchen aber, eine Lösung zu finden, weil wir den Austausch nicht mehr missen möchten.“