Rückbau statt Abriss in Friedrichroda

Friedrichroda  Die Stadt will die letzten Wohnblöcke in der Straße Am Schwarzbach sanieren

Waltershäuser Modell: In Ibenhain wurden die Blöcke zurückgebaut.

Waltershäuser Modell: In Ibenhain wurden die Blöcke zurückgebaut.

Foto: Peter Riecke

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Die Stadt Friedrichroda will die letzten zwei Wohnblöcke in der Plattenbausiedlung Am Schwarzbach sanieren. Ursprünglich sei der Abriss dieser beiden Gebäude in Erwägung gezogen worden. Nun denkt die Kommune mit ihrer Wohnungsbaugesellschaft über einen Rückbau nach und will die Wohnungen neu herrichten lassen. Bürgermeister Thomas Klöppel (parteilos) spricht vom „Waltershäuser Modell“, wie das in der Nachbarstadt in der Plattenbau-Siedlung Ibenhain geschehen ist.

Auch die Friedrichrodaer haben ihr Plattenbau-Viertel nahezu durchsaniert. Das betrifft die Blöcke in der Max-Küstner-Straße sowie große Teile in der Straße Am Schwarzbach. Die Wohnungen dort seien gut belegt. Lediglich zwei Plattenbauten Am Schwarzbach verströmen nach wie vor den morbiden Charme der Vergangenheit. Der Leerstand dort liege bei 60 bis 70 Prozent. Er sei dort nur deshalb so hoch, weil die beiden Blöcke nicht saniert sind, weiß Monika Siede, geschäftsführende Beamtin der Stadt.

Sollte eine Sanierung in die Wege geleitet werden, gebe es ausreichend freistehende Wohnungen in bereits neu hergerichteten Blöcken. Dorthin könnten die Schwarzbach-Anwohner vor einer Sanierung umziehen.

Ein Abriss sei schon wegen des Wohnraumbedarfs in Friedrichroda abwegig, versichert Monika Siede. Die Sanierung der beiden Blöcke werde voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren geschehen, sagt der Bürgermeister im Stadtrat auf Anfrage von Frieder Eccarius (SPD). Der wollte wissen, warum die Fördermittel für den Schwarzbach vertagt wurden. Insgesamt ist das Vorhaben mit rund drei Millionen Euro veranschlagt.

Ein kleineres Vorhaben stellt die Sanierung des Sanitärtraktes am Sportplatz Friedrichroda dar. Die Duschen dort stammen noch aus DDR-Zeit und funktionieren nicht mehr richtig. Das sei kein Aushängeschild für Friedrichroda, merkten dazu Stadtratsmitglieder an.

Die Planung, um das zu ändern, werde noch dieses Jahr in Angriff genommen, heißt es. Die Umsetzung werde nächstes Jahr erfolgen, sicherte der Bürgermeister zu.

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