Asphalt aufgebrochen, Keller überflutet: Starkregen hält Feuerwehrleute im Gothaer Südkreis auf Trab

Kreis Gotha.  Besonders stark trifft das Unwetter Waltershausen und seine umliegenden Ortschaften. Eine Straße bleibt gesperrt.

Zwischen Ruhlaer Straße und Unterem Waldtor haben die Wassermassen in Waltershausen den Kanal derart gefüllt, dass die Straßendecke aufbrach.

Zwischen Ruhlaer Straße und Unterem Waldtor haben die Wassermassen in Waltershausen den Kanal derart gefüllt, dass die Straßendecke aufbrach.

Foto: Torsten Fürtig

Überflutete Keller, Dachschäden und eine Straßensperrung sind die Folgen des Unwetters, das am Samstagabend besonders im Süden des Landkreises Gotha wütete. Zu 17 Einsätzen rückte die Feuerwehr Waltershausen aus. Auf der Autobahn 4 kam es zu Aquaplaning. Derweil blieb es im Einsatzbereich der Feuerwehr Gotha ruhig.

Nachdem am Samstag im Landkreis die ersten Höchsttemperaturen des Jahres gemessen wurden, brauten sich am späten Nachmittag dunkle Wolken zusammen. Der Starkregen und stellenweise auch Hagel, der ab 18.30 Uhr niederprasselte, rief elf Waltershäuser Feuerwehrleute auf den Plan, die Verstärkung von den Wehren aus Wahlwinkel, Langenhain und Schnepfenthal erhielten.

Asphaltdecke bricht in Walthershausen

Der wohl größte Schaden entstand zwischen Ruhlaer Straße und Unterem Waldtor in Waltershausen, wo der überfüllte Kanal die Asphaltdecke nach oben drückte und brechen ließ. Bis zu einem halben Meter habe das Wasser die Straßendecke angehoben, berichtet Torsten Fürtig, Wehrführer der Waltershäuser Feuerwehr. Die Straße wurde gesperrt und soll es auch bleiben, bis die Schäden am Montag beurteilt wurden sind. „Es muss jetzt geprüft werden, inwieweit der Kanal noch intakt ist“, so Fürtig.

Dutzende Keller laufen im Kreis Gotha voll

Der Starkregen ließ zudem dutzende Keller volllaufen, etwa in Waltershausen in der Hörselgauer Straße und in der Burgbergstraße. In der Franz-Mehring-Straße war ein Regenrohr geplatzt und das Wasser floß über mehrere Etagen am Haus entlang. In Hörselgau forderte man die Drehleiter der Waltershäuser Kollegen an, um den Schornstein eines Wohnblocks zu sichern. Das Unwetter hatte die Schornsteinabdeckung gelockert. Ziegeln fielen vom Dach. Auch in Schnepfenthal mussten die Feuerwehrleute ein Dach mit der Drehleiter sichern.

In der Robert-Koch-Straße in fiel ein Baum durch den Sturm auf die Straße, ebenso wie am Landgraf, wo der Baum eine Straßenlaterne mitriss. Vielerorts war die Feuerwehr mit der Beseitigung von abgeknickten Ästen beschäftigt. Unabhängig vom Unwetter wurden die Kameraden zu einem Rohrbruch in die Goethestraße gerufen. Nach drei Stunden war alle Einsätze beendet.

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