Symposium und Anwassern beim Kneippverein Bad Tabarz

Bad Tabarz  Kurz-Kurse offenbarten Einblicke in viele Themenbereiche. Die Mitglieder des Kneipp-Vereins enthüllten am Lutherbrunnen eine Gedenktafel. Sie soll ein Beitrag zum Reformationsjubiläum sein.

Spitzwegerich wird auch als Wiesenpflaster bezeichnet. Wie man aus dem Heilkraut eine Tinktur oder eine Salbe herstellt, erfuhren Teilnehmer am Kneipp-Symposium in Bad Tabarz von Berit Klaedtke (Mitte). Foto: Klaus-Dieter Simmen

Spitzwegerich wird auch als Wiesenpflaster bezeichnet. Wie man aus dem Heilkraut eine Tinktur oder eine Salbe herstellt, erfuhren Teilnehmer am Kneipp-Symposium in Bad Tabarz von Berit Klaedtke (Mitte). Foto: Klaus-Dieter Simmen

Foto: zgt

Spitzwegerich ist ein wahrer Tausendsassa unter den heimischen Heilpflanzen. Wie vielfältig der ist erfuhren die Teilnehmer eines Kurses von Kräuterfrau Berit Klaedtke. Dieser fand im Rahmen des Kneipp-Symposiums 2017 in Bad Tabarz statt. Während diese Werkstatt im Sinne Kneipps vorab schon ausgebucht war, konnten sich bei anderen – und immerhin gab es knapp 20 Angebote – noch Interessenten kurzfristig anmelden.

Das Themenspektrum war breit gefächert, auch wenn es unter dem Tenor „Stille – die Quelle der Kraft“ von den Organisatoren gebündelt wurde. Damit verbeugte sich der Kneippverein von Bad Tabarz vor dem Motto des Kneipp-Jahres. Dem Arzt Sigurd Scholze, Vorsitzender des Kneipp-Landesverbandes Thüringen, war die Freude ins Gesicht geschrieben. Dass sein Heimatort nach langem Mühen als Bad geehrt wurde, ist seinem Engagement zu danken

Stressmanagement und Wissenswertes zum Schlaf

Entsprechend begeistert zeigte er sich vom Symposium das bereits am Freitag mit einem Vortrag von Annette Bokpe zu „Stressmanagement im Alltag“ begann. Im Tabbs schlossen sich nachmittags die Kurz-Kurse an. Sarah Auzinger ging der Frage nach, warum Atmung fundamental wichtig für unser ist Wohlbefinden. Über Lang- und Kurzschläfer, über Lerchen und Eulen, und anderes Unterhaltsames zum Thema Schlaf referierten Rudolf Baumgart-Schmitt und der Physiker Udo Trutschel. Eine weitere Werkstatt widmete sich der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Jacqueline Dübner und Michaela Stahl organisierten Begegnungen mit Schafen und Pferden. Dieses Thema war auch offen für Kinder bis 14 Jahre. Für sie boten die Organisatoren am Samstag ausgewählte Veranstaltungen kostenfrei an.

Der Kneippverein von Bad Tabarz nutzte das Symposium Samstag zum traditionellen Anwassern. Bevor das Sigurd Scholze als Pfarrer Kneipp in bewährter Manier übernahm, lud der Verein an den Lutherbrunnen im Lauchagrund ein. Dort enthüllten die Mitglieder eine Gedenktafel. „Sie ist unser Beitrag zum Lutherjahr“, sagte Scholze.

Es kommt nicht von ungefähr, dass sich die Kneipp-Anhänger von Bad Tabarz auch für Geschichte interessieren. Immerhin kümmern sie sich um das Heimatmuseum im Ort. „Das gehört eigentlich nicht zum Aufgabengebiet eines Kneippvereins, aber bei uns hat sich das halt so ergeben und wir tun das gern.“ Auf der Gedenktafel erfahren die Wanderer Wissenswertes zum Brunnen, der zu Luthers 400. Geburtstag eingeweiht wurde, und über den Reformator.

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