Tambach-Dietharz: Von Saurierwelt in Lutherkirche bis Städtepartnerschaft

Tambach-Dietharz.  Tambach-Dietharz erwartet dieses Jahr die Wiederaufnahme der Grabungen am Bromacker. Auch 30 Jahre Verbindung zu Sontra soll gefeiert werden.

 30 Jahre Städtepartnerschaft  wollen Tambach-Dietharz und  Sontra  2020   dieses Jahr feiern, von links: Altbürgermeister Egon Stötzer (parteilos/Tambach-Dietharz), Albürgermeister Karl-Heinz Schäfer (SPD/Sontra), Gerhard Mutter (SPD/Stadtverordnetenvorsteher Sontra), Alwin Hartmann(SPD/Erster Stadtrat) und  Bürgermeister Marco Schütz (parteilos) beim Neujahrsempfang der Stadt.

30 Jahre Städtepartnerschaft wollen Tambach-Dietharz und Sontra 2020 dieses Jahr feiern, von links: Altbürgermeister Egon Stötzer (parteilos/Tambach-Dietharz), Albürgermeister Karl-Heinz Schäfer (SPD/Sontra), Gerhard Mutter (SPD/Stadtverordnetenvorsteher Sontra), Alwin Hartmann(SPD/Erster Stadtrat) und  Bürgermeister Marco Schütz (parteilos) beim Neujahrsempfang der Stadt.

Foto: Wieland Fischer

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Die Grabungen an der Ursaurier-Fundstelle zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz könnten dieses Jahr wieder aufgenommen werden. Für die Arbeiten und Forschungen am Bromacker stünden fünf Millionen Euro im Bundeshaushalt zur Verfügung, sagt Marco Schütz (parteilos), der Bürgermeister von Tambach-Dietharz.

Hingegen bedürfe es wegen der erhofften Fördermittel zur Umnutzung der Lutherkirche einer Machbarkeitsstudie, obwohl die Stadt bereits konkrete Vorstellungen dafür habe. Unter anderem sollen in der Kirche Saurier-Erlebniswelt, Tourist-Information und Mehrzwecksaal eingerichtet werden. Die Kirchgemeinde will in Zukunft in erster Linie in der Bergkirche, wo am Freitag, 17. Januar, eine neue Glocke eingezogen werden soll, Gottesdienste feiern.

Nachdem die Lutherkirche monatelang eingerüstet war, werde dieser Tage die neu geschieferte Kuppel des Turms wieder zum Vorschein kommen, kündigt Schütz an. Der Turmschaft bedürfe weiterhin einer dringenden Erneuerung.

Stadt will für den Kurpark ein Planungskonzept erstellen

Vis-a-vis von der Lutherkirche, auf dem ehemaligen Glüso-Gelände, will die Diakonie ein Quartier mit altengerechtem Wohnen samt Kindergarten und Bistro errichten. Schütz hofft, dass die Arbeiten dazu bald beginnen.

Die Stadt will für den Kurpark ein Planungskonzept erstellen, steckt der Bürgermeister ein weiteres Vorhaben für dieses Jahr ab. Die Fördermittel zur Umsetzung seien zugesagt worden. Ferner sollen Spielgeräte am Festplatz ergänzt werden.

Zu den Bauvorhaben gehören die Spitterlaite und der barrierefreie Umbau der Haltestelle Bahnhofstraße. Die Heinrich-Heine-Straße werde eine „ordentliche Oberfläche“ erhalten. Für die Galbergstraße werden die Arbeiten im nächsten Jahr vorbereitet, kündigt Schütz weiter an.

Ferner wolle die Stadt Flächen erwerben, um Baugrundstücke zu schaffen. Auch die Garten-/Brauhausstraße, die letzten wassergebundenen Straßen von Tambach-Dietharz, sollen im kommenden Jahr eine befestigte Decke erhalten.

Beim Blick in die weitere Zukunft setze er auf Fortsetzung des Wunderwasser-Krimipreises, der 2019 zum zweiten Mal vergeben worden war und großen Zuspruch erfahren habe. „Ich hoffe, dass wir auch künftig Themen finden, um dieses Projekt fortzusetzen.“

Im Tourismus müsse einiges bewegt werden, wenn es beim Kurort bleiben solle, schickt Schütz voraus. Seit der Jahrtausendwende gebe es keine kurörtliche Beherbergungsstruktur mehr in Tambach-Dietharz, auch wenn die Gäste- und Übernachtungszahlen leicht angestiegen seien. Waren es 2013 noch knapp 8000 Gäste bei knapp 18.000 Übernachtungen, so waren es 2019 mehr als doppelt so viele.

Termin fürs Pyramidenanschieben steht bereits fest

Jubiläen wie die 100-Jahrfeier 2019 oder das Lutherjahr 2017 stehen in Tambach-Dietharz 2020 nicht an. „Wir haben ganz normal unseren Veranstaltungsreigen“, sagt der Bürgermeister. Der hält aber auch mehrere Großveranstaltungen bereit. Vom Schützenfest übers Talsperrenkonzert (27./28. Juni) bis zum Rafting Anfang August reicht die Bandbreite. Dazu gibt es die Vollkontaktmeisterschaften der Hobby-Ritter. Auch der Termin fürs Pyramidenanschieben steht schon fest: 28./29. November. Der Bürgermeister hat es mit Schrägstrich Weihnachtsmarkt versehen: „Wir wollen versuchen, beides dieses Jahr wirklich zusammenzulegen.“

Mit einer besonderen Jahreszahl ist die Städtepartnerschaft von Tambach-Dietharz und Sontra versehen. Sie ist 1990 vor 30 Jahren geschlossen worden. Das sei mehr durch einen Zufall entstanden, erinnert sich Altbürgermeister Egon Stötzer (parteilos). Steffi, die Tochter von Manfred Grosster, des damaligen Tambacher Bürgermeisters, hatte in der hessischen Stadt bei einem der ersten Westbesuche ein Quartier gesucht. Erste Kontakt mit dem damaligen Sontraer Bürgermeister Gerhard Büchling wurden geknüpft, woraus die Städtepartnerschaft entstand. Das „30-Jährige“ werde vom 4. bis 7. Juni ordentlich gefeiert, mit Beteiligung der Vereine, diesmal in Sontra, weil die „Silberhochzeit“ in Tambach-Dietharz begangen worden war, erinnert Schütz. „30 Jahre ist schließlich kein Pappenstiel.“

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