Und wieder geht … eine Stadtschreiberin

Über ein Jahr, das schnell verging, und voller Erlebnisse und neuer Erfahrungen war

Stadtschreiberin Birgit Ebbert

Stadtschreiberin Birgit Ebbert

Foto: Wieland Fischer

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Nun ist mein Gotha-Jahr schon um. Das ging so schnell! Es war gerade noch der 23. Januar, als ich zum ersten Mal durch die Stadt streifte und die schneebedeckte Orangerie fotografierte. Was habe ich in dem Jahr nicht alles gelernt und erlebt und noch viel mehr habe ich nicht erlebt. Als ich hierherkam, hatte ich einen dicken Ordner mit Klarsichthüllen im Gepäck. Jede Klarsichthülle stand für etwas, das ich in Gotha anschauen, erleben oder erfragen wollte. Leer ist der Ordner nicht.

Aber ich komme wieder, das weiß ich bestimmt. Denn auch wenn ich vieles nicht gesehen, viele wichtige Menschen nicht kennengelernt und immer noch Fragen habe, Gotha hat sich mir von seiner besten Seite gezeigt. Ich habe nur freundliche Menschen getroffen, die mir einen Einblick in die Geschichte der Stadt und in ihr Leben zwischen Ost- und Westdeutschland gegeben haben.

Ich bin beeindruckt von der kulturgeschichtlichen Vielfalt der Stadt und den wunderschönen Häusern überall. Wo ich auch herging, tauchten schöne alte Gebäude auf, und wo nur Plattenbauten zu sehen waren, gab es Farbtupfer. Ich verfolge in Hagen seit Jahren, wie Streetart-Künstler die Stadt verschönern und würde sagen, da ist Gotha ein Stück weiter. Darüber wollte ich mehr herausfinden.

Der Ort, an dem ich mich – neben meinem Teilzeitzuhause und der Stadtbibliothek – am häufigsten aufgehalten habe, war jedoch der Schlosspark. Er hat vor allem dazu beigetragen, dass ich mich nach zwei anstrengenden Jahren erst einmal erholen konnte und in Gotha ein leichtes Urlaubsfeeling nie los wurde. Wenn ich etwas einpacken dürfte, dann wären es die alten Bäume, der Teich und das Herzogliche Museum, das durch die riesigen Zypressen lugt.

Aber ich nehme Geschichten dazu im Kopf und unzählige Fotos auf der Speicherkarte mit! Trotzdem wird mir der Park fehlen, wenn ich wieder in Hagen bin. Zum Glück werde ich das in den ersten Wochen nicht bemerken, weil mich der Blick auf den Weihnachtsmarkt vor meinem Fenster ablenkt. Aber im Januar! Da werde ich wehmütig werden, wie gut, dass ich dann wenigstens für eine Stippvisite zur Abschlusslesung zurückkommen darf.

Vielleicht sehen wir uns, erst einmal danke ich Ihnen, dass Sie mich so freundlich aufgenommen und meine Fragen so geduldig beantwortet haben. Kommen Sie gut ins neue Jahr. Ihre Birgit Ebbert

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