Waltershäuser Kulturstammtisch setzt Arbeit fort

Waltershausen  Zweiwöchiger Reigen in Waltershausen endet

Christiane Kornhaß und Benjamin Frick gehören zu den Machern des Kulturrausches in Waltershausen, der nach zwei Wochen nun geendet ist.

Christiane Kornhaß und Benjamin Frick gehören zu den Machern des Kulturrausches in Waltershausen, der nach zwei Wochen nun geendet ist.

Foto: Wieland Fischer

Mit Konzerten und Tanz, einer „langen Nacht der Kultur“, ist am Freitag der zweiwöchige „Kulturrausch“ in Waltershausen zu Ende gegangen. Die mit Bundesmitteln gestützte Aktion soll aber noch nachwirken, sagt die aus Walterhausen stammende Organisatorin Christiane Kornhaß.

Sie und Eva-Maria Glitsch hatten mit Unterstützung der Stadt den „Kulturrausch“ organisiert. Zwei Wochen gab es mit Akteuren aus dem Bundesgebiet Angebote ganz unterschiedlicher Art. Sie reichten vom Musik-Workshop bis Spielenachmittag. Aus etwa 400 gesammelten Wünschen war ein Programm für den Kulturrausch zusammengestellt, in einem leerstehenden Laden am Markt ein Organisationsbüro eingerichtet worden, um Neues in Sachen Kultur in einer Kleinstadt auszuprobieren und Initiativen zu vernetzen. Das soll in Zukunft in Form eines Kulturstammtisches geschehen – dann ohne Unterstützung von außen.

„Ich hoffe, dass diese Energie und Lust bleibt, das fortzusetzen“, sagt Benjamin Frick, einer der Akteure. Er ist unter anderem im Rahmen eines Bau-Workshops mit zur Hand gegangen. Nach Startschwierigkeiten hätten sich immer mehr getraut mitzumachen. „Manche wollten gar nicht aufhören, so viel Spaß hat es ihnen gemacht“, sagt der Berliner über das Bauen bunt bemalter Holzliegestühle.

Dennoch fällt das Fazit des „Kulturrausches“ zwiespältig aus. Das Sommerkino sei mit etwa 150 Besuchern gut angenommen worden, berichtet Christiane Kornhaß. Das gelte auch für den kurdischen Kochworkshop mit Abendessen auf dem Markt.

Mehr Zuspruch hätte sie sich für den einen oder anderen Workshop gewünscht. Bei Theater- oder Tanz-Kursen sei die Resonanz gering gewesen. „Wir verstehen das als eine Art Experiment. Wir wollten ausprobieren, was in Waltershausen möglich ist“, sagt Christiane Kornhaß. Als eine Erkenntnis nimmt die junge Stadtplanerin, die jetzt in Leipzig lebt und arbeitet, mit: „Wenn es um solche Angebote geht, müssen wir in den Schulen anfangen.“

Andererseits konnten die Kultur-Aktivisten auf Helfer aus Waltershausen bauen. Etwa 15 Frauen und Männer haben vergangenen Dienstag den Kulturstammtisch gegründet. Sie seien motiviert, die Arbeit fortzusetzen. Das Geld, das während des „Kulturrausches“ gesammelt wurde – bei den Veranstaltungen wurde kein Eintritt erhoben –, soll dessen Startkapital sein, um die nächsten Aktionen vorzubereiten. Zur nächsten Zusammenkunft am Dienstag, 24. September, werde überlegt, was umgesetzt werden kann.