Weise Sprüche und delikate Rosenknospen

Bad Tabarz  Angelika Illner aus Bad Tabarz hat sich erstmals am Tag der offenen Gärten beteiligt und lässt sich nicht von naschhaften Rehen entmutigen.

Angelika Illner hat in Bad Tabarz am Burgholz aus einer Rasenlandschaft einen Garten mit vielen Beeten gemacht. Selbst an der tiefsten Stelle im „Waldgarten“ gedeihen unter Bäumen und Büschen Pflanzen, die gern im Schatten stehen.

Angelika Illner hat in Bad Tabarz am Burgholz aus einer Rasenlandschaft einen Garten mit vielen Beeten gemacht. Selbst an der tiefsten Stelle im „Waldgarten“ gedeihen unter Bäumen und Büschen Pflanzen, die gern im Schatten stehen.

Foto: Claudia Klinger

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Riesig ist der Garten von Angelika Illner und Sönke Krüll in Bad Tabarz am Burgholz. Vor dem Haus wachsen Obstbäume und eine Rose rankt sich bis in die Zweige empor. „Hier standen 15 Jahre lang noch viel mehr wunderschöne Rosenbüsche mit herrlich roten Blüten“, sagt Angelika Illner. „Als ich die gepflanzt habe, warnten mich alteingesessene Nachbarn, dass die Rehe aus dem nahen Wald die Pflanzen abknabbern würden.“ Sie habe es trotzdem gewagt und lange Freude an den stachligen Blumen gehabt – bis nach 15 Jahren die Rehe tatsächlich auch ihre Rosen entdeckt und die zarten Knospen abgebissen hatten. „Zwei Büsche konnte ich retten. Die stehen jetzt weiter unten in einem Beet. Da wagen sich die Rehe nicht hin. Jedenfalls noch nicht“, lacht Angelika Illner.

Seit fünf Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der Gestaltung des leicht abfallenden Geländes, auf dem es damals fast nur Rasen gab. „Ich habe im Winter immer Steine gesammelt und ein neues Beet abgesteckt. So sind nach und nach etliche Flächen mit Stauden entstanden“, sagt die ehemalige Lehrerin, die jetzt im Büro ihres Mannes arbeitet.

Eine schöne Erfahrung und viel Anerkennung

Auch ein großes Gemüsebeet gibt es, und der Kompost ist zentral platziert, „sonst wäre der Weg zu weit“. Aus gesammelten Stöcken sind kleine Zäune geworden, und immer wieder findet sich ein Gegenstand, der einen Spruch bietet. Ob auf einer Kehrschaufel, einer Schiefertafel, einem Gartenstuhl oder der weis(s)en Bank – zum Thema Garten haben sich offensichtlich viele berühmte Menschen geäußert.

Ohne Quellenangabe hat es das Blechschild „Während der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut!“ an ein Fenster des kleinen Gewächshauses geschafft. „Das wurde auch beim Tag der offenen Gärten immer wieder fotografiert von meinen Gästen“, erzählt die 62-Jährige.

Zum ersten Mal hat sie dieses Jahr gewagt, ihr kleines Paradies zu präsentieren, zu dem auch noch ein Gartenteich gehört, der von Regenwasser gespeist wird. „Der Andrang war größer als erwartet, und es war eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe viel Anerkennung bekommen“, sagt Angelika Illner. Weil sie diesen Austausch mag, hat sie mit weiteren Gartenfreunden einen Gartenstammtisch für Bad Tabarz ins Leben gerufen, der sich seit diesem Frühjahr jeden Monat trifft (wir berichteten).

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