Sondershausen. Ein Behälter mit 200 Kubikmeter Fassungsvermögen wird an der Wagenhalle in den Boden gelassen. Bauarbeiten bringen interessante Relikte ans Licht.

200.000 Liter Wasser stehen demnächst auf dem Sondershäuser Schlossareal immer bereit, um Feuer in der weitläufigen Anlage mit Schloss, Marstall, Achteck- und Jägerhaus schnell zu löschen. Dabei wird von dem im Ernstfall auch lebensrettenden Vorrat nichts zu sehen sein. Er wird in einer unterirdischen Zisterne aufbewahrt, die Bauleute ab März auf dem Platz neben dem Wagenhaus im Boden versenken. Wenn alles fertig ist, würden überirdisch nur noch die Anschlüsse für die Feuerwehrschläuche sichtbar sein, schildert Schlossverwalter Manuel Mucha das Brandschutzprojekt. Dieses bezahlt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der auch die Sondershäuser Residenz gehört, aus dem Sonderinvestitionsprogramm, mit dem Bund und Land Thüringen insgesamt 200 Millionen Euro in Schlösser im Freistaat steckt. Mehr als 20 Millionen fließen bis 2027 in die Sondershäuser Anlage.