4:0! Wacker Nordhausen holt Erfolg zurück

Nordhausen  Die neuformierte Nordhäuser Regionalliga-Elf besiegt harmlose Rathenower souverän. Alle Angreifer treffen ins Netz.

Nils Pichinot brachte die Rathenower Abwehr um Torwart Direnc Güven immer wieder in Verlegenheit und erzielte das 2:0. 

Nils Pichinot brachte die Rathenower Abwehr um Torwart Direnc Güven immer wieder in Verlegenheit und erzielte das 2:0. 

Foto: Christoph Keil

Aufatmen in Nordhausen. Der Fluch der Niederlagenserie ist vorerst gebannt. Nach drei Pleiten in Folge erfüllte Wacker souverän die Pflicht gegen den Abstiegskandidaten aus Rathenow.

4:0 (2:0) hieß es am Ende ohne Ballzauberei, aber mit der richtigen Einstellung zum – zugegeben – harmlosen Gegner aus Brandenburg. Die 748 Zuschauer gingen endlich wieder zufrieden nach Hause. Die harten Maßnahmen des Trainers in dieser Woche hatten gefruchtet.

Wacker-Coach Heiko Scholz hatte nach der Versetzung von Torwart Glinker, Löhmannsröben, Heidinger, Kovac und Chaftar in die Oberliga-Reserve wenig Wahl bei der Startaufstellung, denn mit Kores (Rotsperre), Dörnte (Grippe), Esdorf (Leiste) und Kammlott (Schulterprellung) fehlten gleich vier weitere Profis. Für Torjäger Kammlott reichte es noch nicht.

„Bei unkontrollierten Bewegungen sind die Schmerzen noch zu groß. Aber mit Beschwerden muss ich in den nächsten Wochen leben“, so Carsten Kammlott, der wie Florian Esdorf auf das Spiel nächsten Freitag in Meuselwitz hofft.

Im Kreis hatte sich die Wacker-Elf, wo mit dem 19-jährigen Haritonov als Linksverteidiger für Göbel und Torwart Guderitz zwei neue Gesichter auftauchten, eingeschworen. Kapitän Tobias Becker rief seine Männer lautstark zum Neubeginn auf. Mit schneller Wirkung!

Blitztor von Mickels bringt Team in die Spur

„Mach ihn nass“, brüllte Trainer Scholz 50 Meter über den Platz, bevor Joy-Lance Mickels nach drei Minuten auf den Rathenower Wilcke losstürmte, ihn austanzte und flach zum 1:0 einschoss. Danach hätte Mickels schon zum Held werden können. Doch Beils Eingabe verpasste der schnelle Angreifer. So leicht würde es dann doch nicht für Wacker werden.

Fortan war wieder der Wurm drin. Die harmlosen Rathenower sorgten für Keeper Guderitz‘ erste Ballberührungen. Nach vorn fehlte die Präzision. Nur Pichinot hatte eine echte Chance (27.). Doch immer wenn Wacker schnell über die Flügel spielte, wurde es gefährlich. Pichinot nutzte dann seine zweite Gelegenheit entschlossen zum beruhigenden 2:0 (36.), dass die Nordhäuser erfreut mit in die Pause nahmen. Die Optiker hatten nur eine gute Chance, die Leroy aber kläglich vergab.

Nach dem Wechsel machten die Scholz-Schützlinge dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Etwas kurios drückte Beil den Ball über die Linie(55.). Sekunden später traf Mickels den Innenpfosten. Als Beil nach Doppelpass mit Sturmpartner Pichinot frei vor Keeper Güven stand und verwandelte, war die Partie gelaufen (59.). In der Schlussphase durfte sich auch der junge Keeper Guderitz noch auszeichnen, als er Adewumi den Ball vom Fuß nahm. Wacker hatte sich konzentriert und fast spielerisch aus der Krise befreit.

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