4200 Personen im Landkreis Nordhausen von Altersarmut bedroht

Viele Menschen sind auch im Landkreis Nordhausen von Altersarmut bedroht.

Viele Menschen sind auch im Landkreis Nordhausen von Altersarmut bedroht.

Foto: Jens Löbel / NGG

Nordhausen.  Gewerkschaft NGG warnt vor Sinken des Rentenniveaus.

Ein Leben lang arbeiten – und trotzdem reicht die Rente nicht: Im Landkreis Nordhausen sind rund 4200 Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und beruft sich hierbei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Rentenversicherung. Demnach verdienen 22,5 Prozent aller Beschäftigten, die im Kreis Nordhausen in Vollzeit arbeiten, weniger als 2.050 Euro brutto im Monat. Rein rechnerisch müssten sie sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen.

„Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter sind der falsche Weg. Stattdessen muss die Politik die gesetzliche Rente stärken“, sagt Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen, mit Blick auf die aktuelle Debatte. Das Rentenniveau, also die durchschnittliche Rente nach 45 Beitragsjahren, dürfe nicht weiter absinken.

Lesen Sie hier mehr Beiträge aus: Nordhausen.