AfD will im Südharz Nicht-Wähler zurück an die Wahlurnen holen

Niedergebra  Wahlkampfveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus von Niedergebra ist gut besucht. Direktkandidat Leupold fordert Mitmach-Demokratie.

Andreas Leupold spricht bei der Wahlkampfveranstaltung der AfD in Niedergebra.

Andreas Leupold spricht bei der Wahlkampfveranstaltung der AfD in Niedergebra.

Foto: Doreen Hotzan

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Als Andreas Leupold Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Niedergebra ans Mikrofon treten will, fällt das zunächst herunter. Der Direktkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD) für den Wahlkreis II in Nordhausen nimmt das mit Humor. Denn den brauche es durchaus in der Politik, sagt der Lehrer, der bei der Landtagswahl am 27. Oktober um die Gunst der Wähler werben will.

Und so liefert er den zahlreich erschienenen Zuhörern der Wahlkampfveranstaltung gleich mehrere Gründe, warum sie die AfD wählen sollten. „Wir wollen eine Wende erreichen“, sagt er mit Blick auf das Wahlkampfmotto seiner Partei: „Wende 2.0“. Die sei erforderlich, nachdem der amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in den letzten Monaten mehrfach ins Fettnäpfen getreten sei. „Er hat behauptet, dass die DDR kein Unrechtsstaat war und dass er diesen Begriff für die Nazidiktatur reserviere. Das ist eine unsägliche Aussage“, nennt Leupold ein Beispiel und fährt fort: „Das ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die Opfer der SED-Diktatur wurden.“ Es werde daher Zeit, Ramelow am 27. Oktober in den Ruhestand zu schicken, wo er sich eingehend mit Geschichte beschäftigen sollte. „Wir brauchen eine echte Wende hin zu einer lebendigen Demokratie. Wir sind für eine Mitmach-Demokratie und für eine Absenkung der Hürden für Volksentscheide“, fährt er weiter fort. Gesetze sollten die Politiker nicht nur unter sich ausmachen. Zudem wolle sich die AfD dafür einsetzen, dass Abgeordnete nur für drei Legislaturen im Parlament sitzen dürfen. „Denn haben Sie schon einmal von einem Egon Primas oder einem Manfred Grund wahrgenommen, dass sie etwas verbessert haben?“, fragt Leupold in die Runde. Die Abschaffung der GEZ, ein Nein zum Klimapakt und das konsequente Abschieben von abgelehnten Asylbewerbern thematisiert der Direktkandidat ebenfalls.

Neben ihm treten René Strube, Polizeibeamter und Direktkandidat für den Wahlkreis I, und Jürgen Pohl, Mitglied des Deutschen Bundestages, sowie Björn Höcke, AfD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag, ans Pult. Mit Andreas Kalbitz, AfD-Fraktionsvorsitzender im Brandenburgischen Landtag, wird ein Redner begrüßt, der darauf hinweist, dass die AfD es geschafft hat, viele Nichtwähler umzustimmen. „Wer sein Recht nicht wahrnimmt, hat später auch kein Recht zu meckern“, meint er.

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