Arbeitslosigkeit geht im Oktober in Nordthüringen zurück

Nordhausen.  Im Landkreis Nordhausen waren 3238 Personen auf Jobsuche. Die Quote liegt derzeit bei 7,6 Prozent.

Der Nordhäuser Agenturchef Karsten Froböse verkündet die Arbeitslosenstatistik.

Der Nordhäuser Agenturchef Karsten Froböse verkündet die Arbeitslosenstatistik.

Foto: Peter Cott

8423 Personen waren Ende Oktober in Nordthüringen ohne Arbeit. Das sind 335 Menschen weniger als im September. Gegenüber Oktober 2019 stieg die Arbeitslosigkeit aber spürbar an, und zwar um 971 Personen, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nordhäuser Agentur für Arbeit, beschreibt die aktuelle Situation so: „Im Oktober ist die Nachfrage nach Personal wieder angestiegen. Das ist regelmäßig im Herbst so. Wir haben eine Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 13 Prozent über dem Vorjahr. Zum September ist die Arbeitslosigkeit um 3,8 Prozent gesunken.“

Der Landkreis Nordhausen ist im Vergleich zum Vorjahr stärker betroffen. 3238 Menschen waren Ende Oktober auf Jobsuche, das sind 15 Prozent (429) mehr als im Oktober 2019. Verglichen mit dem Vormonat waren 116 Arbeitslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,6 Prozent geringfügig höher als im Kyffhäuserkreis (7,4 Prozent). Im Eichsfeld liegt die Quote bei 4,4.

Kurzarbeit spielt dabei in Nordthüringen weiterhin eine große Rolle. Von März bis Mai stiegen die Zahlen. Im Mai waren 15.760 Beschäftigte in Kurzarbeit. Danach waren die Zahlen rückläufig. Laut Hochrechnung haben rund 1500 Betriebe für knapp 12.000 Arbeitnehmer für Juni Kurzarbeit abgerechnet. Das sind etwa 300 Unternehmen weniger als im Mai. Mit 4800 Personen waren rund 16 Prozent aller Beschäftigten im Landkreis Nordhausen im Mai in Kurzarbeit. Knapp 600 Unternehmen haben für ihre Beschäftigten Kurzarbeitergeld abgerechnet.

Der Blick auf die Ausbildungsmarktstatistik zeigt: 1171 Ausbildungsbewerber haben seit Oktober 2019 bei den Berufsberatern Unterstützung gesucht. „Es gab in diesem Jahr weniger abgeschlossene Ausbildungsverträge. Dennoch: Wir hatten keinen Corona-Jahrgang. Der Großteil der Bewerber ist vermittelt. Ein Teil der Jugendlichen hat sich für eine weiterführende Schule entschieden. Die gemeinsamen Anstrengungen mit den Kammern haben sich gelohnt“, so Froböse. Lediglich 51 Bewerber hatten Ende Oktober noch keine Ausbildungsstelle.