Autohaus George & Krüger in Nordhausen ist insolvent

Nordhausen.  Für die Salzaer Immobilie von George & Krüger wird ein Verkaufserlös von 419.000 Euro erhofft. Die Autohaus-Peter-Gruppe zeigt kein Interesse.

Vor rund zwei Wochen stellte das Autohaus den Geschäftsbetrieb ein

Vor rund zwei Wochen stellte das Autohaus den Geschäftsbetrieb ein

Foto: Christoph Keil

Die Rolandstadt ist um ein Autohaus ärmer: George & Krüger mussten Insolvenz anmelden. Der Geschäftsbetrieb wurde vor zwei Wochen eingestellt. 13 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Für das VW-Autohaus sei Mitte Januar der Insolvenzantrag gestellt worden, erklärt der beauftragte Mühlhäuser Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel. Der Autoverkauf lief angesichts der Internet-Konkurrenz immer schlechter, der Werkstattbereich habe dies nicht auffangen können.

Zu Beginn dieses Monats wurde das Insolvenz-Verfahren eröffnet – Gläubiger sind nun aufgefordert, ihre Ansprüche geltend zu machen.

Unterdessen steht die Immobilie in der Walter-Rathenau-Straße zum Verkauf – für 419.000 Euro. Die Bausubstanz sei noch mehr wert, gleichwohl sei dieser Preis „ambitioniert“, meint Pierre Kolthof, Geschäftsführer der Deutschen Grund- und Immobilienverwertung. Der Weimarer Immobilienmakler sagt dies nach Gesprächen mit vier Interessenten und ersten Besichtigungen. Das Problem ist die Lage fernab der großen Ein- und Ausfallstraßen: „Salza ist nicht als prosperierender Markt des Autohandels erkennbar“, formuliert es Kolthof.

So winkt selbst Andreas Peter, Geschäftsführer der Autohaus-Peter-Gruppe, ab: „In dem Fall haben wir kein Interesse, wir sind in der Halleschen Straße.“ Dort hatte Peter vor Jahren Skoda von Peter Uhley übernommen und neu gebaut, für Opel entstand ein weiteres Autohaus, nachdem das in Sundhausen dicht gemacht hatte.

Das Grundstück von George & Krüger in Salza umfasst 6000 Quadratmeter. Neben dem verglasten Ausstellungsraum mit kleinen Verkaufskanzeln gehören Werkstatt, Lager und Bürogebäude sowie ein kleiner Hof zu dem Komplex. Denkbar sei damit auch die Nutzung als Lagerfläche oder für den Baumaschinen- oder Motorradhandel, sagt Kolthof.

Lutz George und Joachim Krüger hatten im Jahr 2003 das frühere Autohaus Stark übernommen. 2010 kam in Breitenstein bei Stolberg ein weiteres Autohaus hinzu. Dieses steht für knapp 200.000 Euro zum Verkauf.